Über Aquilegia und Thalictrum

Aquilegia

Die Gattung Aquilegia

Akeleienvielfalt

 

Akeleienvielfalt
Foto: © Gitti Müller

 

Akeleien gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ihre 70 bis 75 Arten findet man hauptsächlich in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel.

Die Akelei ist vor allem in Österreich auch unter den Namen Columbine, Elfenhandschuh, Narrenkappe, Kapuzinerhütli, Pfaffenkappe, Venuswagen, Schlotterhose oder Zigeunerglocke bekannt.

Akeleien sind mehrjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Wenn man verschiedene Arten/Sorten geschickt kombiniert, reicht die Blütezeit von Anfang Mai bis Anfang September. Ihre graziöse und anmutige Erscheinung passt besonders in naturnahe Pflanzungen. Durch die große Arten- und Sortenvielfalt der Akeleien findet jeder Garten- und Pflanzenliebhaber die perfekte Akelei.

Vielfalt der Vulgaris-Hybriden

Die Bekannteste von allen Akeleien ist Aquilegia vulgaris.

Sie ist fast in jedem Garten zu finden und es gibt sehr viele unterschiedliche Formen und Farben. Einfache, schwach oder stark gefüllte, mit oder ohne Sporn, ein-, zwei-, mehrfarbig, zwergwüchsige, hohe Sorten, gelblaubige und sogar buntlaubige Sorten lassen jedes Sammlerherz höher schlagen. Akeleien mit nach oben gedrehten Blüten oder welche mit nickenden Blüten sehen besonders reizvoll aus.

Stark gefüllte Akeleien

Stark gefüllte Akeleien
Foto © Ekkehard Bahlo

Aquilegia vulgaris säen sich gerne von selbst aus, wenn ihnen das Klima und die Bodenbeschaffenheit zusagen. Sie bevorzugen einen durchlässigen, humusreichen und einen leicht feuchten Boden. Verhindern lässt sich eine Selbstaussaat, indem man die Samenstände nach der Blüte abschneidet.

Wildarten

Aquilegia chrysantha

Aquilegia chrysantha
Foto: © Renate Zickenheimer

Es gibt ca. 70 – 75 Wildarten der Gattung Aquilegia. Wie auch bei anderen Pflanzen gehen die Naturbestände der Akeleien zurück. Die größte Gefahr für die Aquilegia-Wildarten ist der Mensch. Durch Flurbereinigungen oder den Bau von neuen Objekten werden ganze Standorte vernichtet. Wanderer sollten unbedingt auf das Pflücken von Wildakeleien oder das Absammeln von Samen verzichten. Viele Menschen besitzen eine Kamera oder ein Handy, so dass jeder schöne Aufnahmen von diesen Pflanzen machen kann.

Aquilegia formosa

Aquilegia formosa
Foto: © Robert Höck

Thalictrum

Die Gattung Thalictrum

Thalictrum Hybride 'Elin'

Thalictrum Hybride 'Elin' (Riesenwiesenraute)
Foto: © Ekkehard Bahlo

Alle Arten der Wiesenraute zählen wie die Akeleien zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie sind fast überall auf der Welt verbreitet.

Weltweit gibt es etwa 120 bis 200 Thalictrumarten, darunter sehr zierliche wie auch hochwüchsige mit dreiteilig oder fiedrig geteilten Blättern. Diese wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen und bilden verholzende Wurzelknollen. Die meist kleinen Blüten in Weiß, Gelb, Grün, Rosalila oder Violett erscheinen im Früh- und SpätsommerDer Fachgruppe Aquilegia & Thalictrum ist es ein großes Anliegen, diese reizvolle Staude mit ihrer filigranen Erscheinung bekannter zu machen. Dank ihres guten Anpassungsvermögens finden Wiesenrauten ihren Platz im Gehölzbereich wie auch in Rabatten, wo sie als Solitäre ihre volle Wirkung zeigen.

Die Fachgruppe Aquilegia & Thalictrum plant den Aufbau eines Fotoarchivs zur besseren Identifizierung der verschiedenen Arten und Sorten.