Gärten und Parks

Gärten von Mitgliedern

Der Garten Hohenstein in Herbolzheim-Tutschfelden

Foto © 2015 Anny Hohenstein

Den Wunsch nach einem großen Garten konnte ich 1993 auf unserem mit ehemals Weinreben bepflanzten Grundstück verwirklichen.
Um ein geschütztes Refugium zu haben, pflanzten mein Mann und ich entlang des ca. 3800qm großen Grundstücks die verschiedensten Ziergehölze, unter anderem auch immergrüne Sträucher.

Ohne viel Pflanzenwissen oder gestalterische Grundkenntnisse begann ich nun, einen der Natur nahen Staudengarten in unterschiedlichen Beetformen und mit großzügigen Wegen anzulegen.

Miscanthus giganteus " Aksel Olsen "
Foto © 2015 Anny Hohenstein

Durch Besuche anderer Gärten, vor allem auch bei Piet Oudolf, und den Beitritt in die GdS sowie den damit verbundenen Vorträgen und Gartenreisen, lernte ich immer wieder neue Pflanzen kennen und wurde dadurch zum Sammler und Pflanzenjäger.

Mit den Jahren wurde der Wiesenfläche immer mehr Beetfläche abgetrotzt.
Die durch höher gewordene Bäume entstandenen neuen Lebensbereiche waren nun ideale Pflanzplätze für meine großen Sammelleidenschaften: Hosta und Farne.

Prachtstauden im Sonnenbeet
Foto © 2015 Anny Hohenstein

In den sonnigen Beeten dominieren Prachtstauden wie Paeonien, Thalictrum, Sanguisorba, Phloxe, Knöteriche, Astern sowie eine große Auswahl der verschiedensten Gräsern, die verteilt im ganzen Garten Akzente setzen.

Die Vorliebe für alles "Alte" spiegelt sich im mit einfachen Robinienhölzern gebauten Rosenlaubengang, den alten Fenstern mit originellen und weisen Sprüchen oder den von meinem Mann gefertigten rostigen Obelisken wieder.

Rosenlaubengang mit Ramblerrosen und Clematis
Foto © 2015 Anny Hohenstein

Ein Teich mit üppiger Randbepflanzung sowie ein kleiner Gemüsegarten mit drei gemauerten Hochbeeten sind Teil des Ganzen.

Das nun letzte Beet ist seltenen Gehölzen gewidmet. Mit den Jahren ist so eine ansehnliche Sammlung an Viburnum, Cornus, Parottia und vieles mehr in den Garten eingezogen.

An den vielen Sitzplätzen dürfen Sie gerne Platz nehmen zum Träumen, den Garten genießen und Pläne für Ihr eigenes Paradies schmieden.

Wenn Sie neugierig geworden sind, kommen Sie einfach zu einem Besuch vorbei.

Regional - und Fachgruppen der GdS sowie andere Vereinigungen sind zum Gartenbesuch herzlich Willkommen.
Die Adresse, Anfahrtbeschreibung und weitere Bilder finden Sie auf der Hompage

www.garten-hohenstein.de

Anny Hohenstein

Teich mit üppiger Randbepflanzung, Darmera peltata, Rodgersien und Iris
Foto © 2015 Anny Hohenstein

Hostabeet mit altem Fenster
Foto © 2015 Anny Hohenstein

Pterostyrax
Foto © 2015 Anny Hohenstein

Hakonechloa macra Aureola mit Hosta
Foto © 2015 Anny Hohenstein

Prachtstauden im Inselbeet
Foto © 2015 Anny Hohenstein

Der Wasser- und Gräsergarten von Claus Gering

Claus Gering beschreibt seinen Garten folgendermaßen:

Ursprünglich hatten wir 1000 m² Bauland erworben. Allerdings merkten wir schnell, dass damit kaum eine unseren Vorstellungen entsprechende Gartengestaltung möglich war, weshalb die Fläche kaum ein Jahr später um weitere 1000 m² vergrößert wurde. Eine ursprünglich frei wachsenden Hecke entlang der Grundstücksgrenzen mussten wir dazu auflösen. Übrig geblieben sind kleine Gruppen von Blütengehölzen, die inselartig verstreut am Teichrand stehen und Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Gehölzrandbepflanzung bieten.

Durch die Öffnung nach außen entstehen einmalige Ausblicke in die umgebende, Jahrhunderte alte Kulturlandschaft mit ihren vielen Knicks, wegbegleitenden Schlehdornhecken und eingestreuten Gehölzgruppen. Die verschiedenen Gewässer unseres Gartens korrespondieren dabei harmonisch mit den Söllen und Wasserläufen der Feldflur.

Alle Kriechtiere (Ringelnatter, Zauneidechse) und Lurche (Wasserfrosch, Grasfrosch, Laubfrosch, Moorfrosch, Erdkröte, Knoblauchkröte und der Teichmolch) sind nach und nach eingewandert, haben sich heimisch gemacht, laichen und vermehren sich und wandern teils wieder in die Umgebung ab. Vom frühesten Frühjahr an begleiten uns die Rufe der Frösche und Kröten. Auch der Igel findet sich regelmäßig ein, so dass zuweilen bis zu 5 Tiere zum abendlichen Futternapf kommen.

Nach dem Gestaltungsprinzip der "geborgten Landschaft" wird bei uns die Umgebung ganzheitlich in die Architektur des Gartens mit eingebunden und es entsteht nirgends der Eindruck einer alleingestellten Enklave.

Der Garten ist in sich deutlich in einzelne Situationen, sprich in verschiedene Gartenräume mit thematischen Abgrenzungen und fließenden Übergängen gegliedert. Teichgarten, Sumpf, Hügelbeete und flächige Staudenpflanzungen fügen sich harmonisch aneinander und sind durch naturnahe Wege miteinander verbunden. Blicktrennende Gehölzgruppen und die schon früh bestandsschließenden, teils hoch aufwachsenden Staudenpflanzungen schaffen dazu deutliche Grenzen. Dabei wurde es für uns zunehmend wichtiger, dass der Garten nie als Ganzes überblickt werden kann.

Im 16. Jahr nach dem ersten Spatenstich haben wir uns entschlossen einen weiteren Gartenteil zu gestalten. Angelehnt an die Pflanzungen der Landschaftsgestalter Piet Oudolf, Henk Gerritsen und in Ansätzen Wolfgang Oehme, gliedern wir einen großzügig mit Prairiestauden bepflanzten, ca. 500 m² großen, weiteren Gartenraum an, der zur Zeit noch in der Phase der Gestaltung, vermutlich in 2012 fertig gestellt sein wird.

Durch den strukturierten Gesamtaufbau des Gartens und wegen einer wohlüberlegten Pflanzstrategie ist ein Reich des Sehens, Riechens und Hörens entstanden, das dennoch immerwährender Veränderung unterliegt.

Den Garten können sie sich unter www.wassergarten-impressionen.de anschauen. Sehenswert!