Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017

Einführung

12. April bis 15. Oktober 2017
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 9:00 bis 19:00 Uhr

Die Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe ist mit einem eigenen Staudengarten aktiv dabei.

Verfolgen Sie unser Projekt mit Hilfe der folgenden Menü-Navigation.

Texte und Bilder auf allen Seiten: Mitglieder der Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe sowie dort bekannte andere Quellen.

Gespräche am Beet
Sonn- und Feiertags am Staudengarten

Egal, ob wir müßig am Beetrand stehen oder mit Pflegearbeiten beschäftigt sind: Sprechen Sie uns an, Störungen sind unbedingt erwünscht. Sie erkennen uns am Namensschild, an Gartengeräten wie Hacke, Schere und Eimer oder manchmal auch nur an einem gebeugten Rücken zwischen Stauden und Gräsern. Wir beantworten gern Ihre Fragen rund um unser Beet und über unseren Verein. Vielleicht erzählen Sie von Ihren eigenen „grünen“ Erfahrungen sei`s im Garten, auf Terrasse, Balkon, Park oder auf Reisen. Welche Wege das Gespräch auch nimmt, es ist ein Gespräch am Beet.

Wir sind da:
jeden Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr in der Zeit vom 16.04.2017 bis zum 15.10.2017, außerdem am 01.05., 25.05., 15.06. und 03.10.

Lageplan

Unser Staudengarten befindet sich in der Nähe der Mersmannteiche (Punkt 15 im Lageplan).

Konzept und Leitgedanke

Fluss und Wiese - zwei, die zusammengehören

Konzept
Fluss und Wiese bilden in ihren unterschiedlichen Ausprägungen – von wild bis gezähmt – eine Gemeinschaft, die uns als Gestaltungsidee zu unserem Beet inspiriert hat.

Ein geschwungenes Band aus in unterschiedlichen Blautönen blühenden Salbeisorten durchzieht in sanften Windungen das Beet. Im Verlauf der Jahreszeiten wird das Band – wie auch ein Fluss – sich verändern: Mal ist es farblich deutlich wahrnehmbar, mal nur als Einschnitt in seiner Umgebung. In der Wiese mischen sich Gräser und Stauden: Imposante Erscheinungen wie die Rutenhirse oder das gelb leuchtende Hohe Mädchenauge wechseln mit zarten Schönheiten wie der weißen Sterndolde und dem Mädchenhaargras.

Unter Gelb-, Blau- und Rottöne mischt sich im Sommer das wunderbare Orange eines Bartfadens und das leuchtende Tomatenrot eines Scheinsonnenhutes.

Zwiebelpflanzen wie Narzissen, Tulpen, Traubenhyazinthen und Co. sind im Frühling die Vorboten auf dieses Szenario.

Die Ausführung des Beetes musste dem Anspruch genügen, dass jedes interessierte Mitglied unserer GdS-Regionalgruppe die Möglichkeit hatte, sich an der Pflanzaktion zu beteiligen.

Während wir den Fluss nach einem strengen Raster mit jeweils vier Pflanzen in der Breite angelegt haben, ist die Wiese nach dem Prinzip einer Mischpflanzung gestaltet.

Die Stauden sind gruppiert in Struktur-, Leit-, Begleit- und Füllstauden, wobei bei jeder Gruppe jeweils die Stauden in Abhängigkeit ihrer Stückzahl ausgelegt und später gepflanzt wurden.

Die Blumenzwiebeln haben wir in einer Schubkarre gemischt und dann in die Wiese gestreut. Wo sie hinfielen, wurden sie gepflanzt. Nur im Fluss haben wir ausschließlich Traubenhyazinthen gesetzt, damit sie im Frühling das Blau des Bandes einleiten.

Leitgedanke
Wir wollen mit unserem Beet

  • Gartenbesitzer anregen, vermehrt mit Gräsern und Stauden zu gestalten und somit einen abwechslungsreichen Garten zu schaffen, der immer wieder Freude am Betrachten, Verändern und Experimentieren bringt.
  • zu einem Tag voller unterschiedlicher Eindrücke beitragen und neugierig machen auf die jahreszeitlichen Veränderungen in unserem Beet. Die Vielfältigkeit der Stauden im Frühling, Sommer und Herbst laden förmlich dazu ein, das Beet ein zweites Mal zu besuchen.
  • auf uns als eine Vereinigung von Pflanzenfreunden aufmerksam machen, die die Verbreitung von Stauden fördern und das Wissen über sie bewahren, weiterentwickeln und vor allem weitergeben wollen.

Verwendete Stauden

Nachdem wir im Jahr 2015 zunächst eine ungefilterte Pflanzenliste erstellt hatten, begannen die Recherchen in Büchern, im Internet und natürlich auch auf Basis des eigenen Erfahrungsschatzes. Stauden wurden verworfen, weil vielleicht zu anspruchsvoll oder nicht ausreichend blühfreudig, andere Stauden kamen hinzu, weil es gute Erfahrungen mit ihnen gab, sie das Farb- und Blühzeitfenster bereicherten oder mal auch nur, weil sie einfach begeistern. Da es uns um die Erzeugung eines naturnahen Eindrucks geht, richteten wir uns an den Prinzipien einer Staudenmischpflanzung aus. Am Ende stand eine Übersicht von ca. 80 Stauden und Gräsern, eingeteilt in Struktur- (ca.10 %), Leit- / Begleit- (ca. 40 %) und Füllstauden (ca. 50 %). Auf Basis der prozentualen Anteile, des Platzbedarfs und weiterer Komponenten wie z.B. Farbe und Höhe errechneten wir die jeweiligen Stückzahlen.

Zusätzlich entstand eine Liste von 14 Blumenzwiebel-Sorten. Mit den Zwiebelpflanzen lässt sich die Vegetationsperiode des Beetes deutlich früher erleben, und wir hoffen, dass sie zum Auftakt der LGS schon gut in Form sind.

Eine Liste der verwendeten Stauden liegt am Beet gesondert aus. Diese Liste steht Ihnen hier auch als Download zur Verfügung.

Der lange Weg zum Beet

Am 01.06.2011 erhielt Bad Lippspringe vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2017 (LGS). Bad Lippspringe ist ein heilklimatischer Kurort im Nordosten von NRW mit ca. 16.000 Einwohnern und ist landschaftlich eingebettet im Naturpark Teutoburger Wald/ Eggegebirge (Norden) und der Heidelandschaft Senne (Süden).

2013 - Eine Idee entsteht
Im nahen Umfeld zu Bad Lippspringe – dem Großraum Paderborn – sind wir eine zahlenmäßig größere Gruppe von Vereinsmitgliedern, die gut miteinander vernetzt sind. In diesen Kreis brachte eine Staudenfreundin die Idee ein, sich als GdS Regionalgruppe OWL mit einem Beet an der LGS zu beteiligen. Bei der LGS GmbH begegnete man dem Anliegen sehr aufgeschlossen. Obgleich wohl niemand so recht wusste, auf was er sich einließ, fand die Idee großen Wiederhall. Mit der Bereitschaft, sich nach besten Kräften zu engagieren, wurde die Idee in der Jahreshauptversammlung Nov. 2013 vorgestellt und das Projekt „Staudenbeet LGS“ ins Leben gerufen.

Als initiierende Gruppe übernahmen wir aufgrund der räumlichen Nähe die Verantwortung. Später zeigte sich jedoch, dass auch größere Entfernungen Staudenfreunde nicht davon abhielten, an Abstimmungstreffen teilzunehmen und beim Pflanzen und Jäten mitzumachen.

2014 - Wir werden Ausstellungspartner der LGS Bad Lippspringe 2017
Im Verlaufe von Gesprächen und Ortsbegehungen einigten wir uns mit der LGS GmbH auf ein Beet, an einer landschaftlichen Nebenachse gelegen – dem sogenannten Dünental – in offener, sonniger Lage mit sandig, trockenen Bodenverhältnissen. Den Beethintergrund bildete die auf einer kleinen Anhöhe gelegene historische Liegehalle, in direkter Nachbarschaft war Wieseneinsaat vorgesehen.

Die Lage inspirierte uns zu unserer Gestaltungsidee, der Gemeinschaft von Fluss und Wiese: Ein geschwungenes Band in unterschiedlichen Blautönen durchzieht eine gemischte Staudenlandschaft.
Und da nichts ewig blüht, verliert sich das Blau auch mal in einem grauen Einschnitt.

Das Beet in einer Größe von ca. 200 qm sollte sich in die Landschaft einfügen und durch die Auswahl passender Stauden die Besonderheit des Ortes hervorheben. Wir strebten eine naturnahe Gestaltung an, damit das Beet Nahrung für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Insekten bietet.

Unsere Gruppe nahm langsam Struktur an. Es bildete sich ein kleiner Kreis von sechs Staudenfreunden, die die Beetplanung, Organisation und Koordination übernahmen. Eingebettet ist er in einen Gesamtkreis von 25 Staudenfreunden, die die zahlreichen anderen Aufgaben zu bewältigen haben, nicht zuletzt das Pflanzen und Jäten. Es ergab sich, da kein professioneller Gartengestalter in der Gruppe ist, dass wir auch experimentell unterwegs waren.

Um zeitig eine gesicherte finanzielle Basis zu schaffen, entwickelten wir Ideen, wie die geplanten Kosten aufgebracht werden konnten. Auf die Liste kamen: Pflanzenmarkt, Spendenbriefe, Zuschüsse, Vorträge …

2015 - Welche Pflanze soll ins Beet und manches kommt anders
Nachdem wir zunächst eine ungefilterte Pflanzenliste erstellt hatten, begannen die Recherchen in Büchern,
im Internet und natürlich auch auf Basis des eigenen Erfahrungsschatzes. Stauden wurden verworfen, weil vielleicht zu anspruchsvoll oder nicht ausreichend blühfreudig, andere Stauden kamen hinzu, weil es gute Erfahrungen mit ihnen gab, sie das Farb- und Blühzeitfenster bereicherten oder mal auch nur, weil sie einfach begeistern. Da es uns um die Erzeugung eines naturnahen Eindrucks geht, richteten wir uns an den Prinzipien einer Staudenmischpflanzung aus. Am Ende stand eine Übersicht von ca. 80 Stauden und Gräsern, eingeteilt in Struktur- (ca.10 %), Leit- / Begleit- (ca. 40 %) und Füllstauden (ca. 50 %). Auf Basis der prozentualen Anteile, des Platzbedarfs und weiterer Komponenten wie z.B. Farbe und Höhe errechneten wir die jeweiligen Stückzahlen.

Bei der Auswahl der Pflanzenlieferanten orientierten wir uns an der Ortsnähe und Erfahrungswerten. Letztendlich teilten wir unsere Bestellungen auf drei Lieferanten auf.
Zusätzlich entstand eine Liste von 14 Blumenzwiebel-Sorten. Mit den Zwiebelpflanzen lässt sich die Vegetationsperiode des Beetes deutlich früher erleben, und wir hoffen, dass sie zum Auftakt der LGS schon gut in Form sind. Die Blumenzwiebeln wurden nach langem „Nachbohren“ aus dem Budget der LGS finanziert.

Im September veranstaltete unsere Regionalgruppe den Pflanzenmarkt „Pflanzen und Mehr“ bei einem Bauernhofcafé im Paderborner Land. Die attraktive Umgebung, gutes Wetter, ein schönes Pflanzenangebot, tolle Dinge für Haus und Garten, Suppe, Waffeln und Getränke sorgten für regen Betrieb und guten Umsatz. Davon profitierte auch in erfreulichem Umfang unsere „Beetkasse“. Zudem konnten auch Spenden verzeichnet werden.

Wir verfügen über eine gute finanzielle Basis, was wir auch vielen Vereinsmitgliedern verdanken.

In der zweiten Jahreshälfte wurde unser Beet kurzfristig von der LGS verlagert. Es erstreckt sich nun zwischen zwei parallel verlaufenden Wegenmit einer asphaltierten und einer wassergebundenen Wegedecke. Asphaltweg und Beet sind noch einmal durch einen ca. ein Meter breiten Grünstreifen getrennt. Das Beet ist 6 m breit und ca. 40 m lang, also etwa 240 m² groß, in abschüssiger Lage und tendiert eher Richtung Halbschatten. Es unterscheidet sich somit wesentlich von dem vorhergehenden Standort.

Auch wenn das Beet jetzt an einer sehr prägenden Stelle der LGS liegt und davon auszugehen ist, dass fast jeder Besucher hier vorbeigehen wird, war dies eine unliebsame Überraschung.

Da unsere Planungen weitestgehend abgeschlossen und die Pflanzenbestellungen abgesetzt waren, konnten wir hierauf nur noch sehr eingeschränkt reagieren. Die veränderten Standortbedingungen flossen nur noch in Nachbestellungen ein, die aufgrund der veränderten Beetgröße und verschiedener Ausfälle notwendig wurden. Einige für den Hintergrund geplante Großpflanzen wie Aconogonon speciosum 'Johanniswolke' entfielen problemlos, da sie aus eigenen Beständen vorgesehen waren. Das bestellte Sortiment wurde zu einem kleinen Teil durch Pflanzenspenden von Staudenfreunden ergänzt, die in der Lage waren, größere Stückzahlen zu liefern. Unserer Gestaltungsidee – der Gemeinschaft von Fluss und Wiese – blieben wir treu.

Erfreulicherweise konnten wir einen Paderborner Bildhauer dafür gewinnen, unser Beet durch seine künstlerischen Steinarbeiten mitzugestalten. Nach einer Begehung vor Ort erarbeitete er einige Ideen. Wir begutachteten bei seiner Werkstatt Objekte und wählten schließlich zwei Steinskulpturen, die nun den Flusslauf begrenzen und vom Künstler her auf das Lebenselixier Wasser abheben.

2016 - Ein Beet nimmt Gestalt an
Im März stellte die LGS GmbH unser Beet fertig.

Unsere Pflanzung erfolgte in vier großen Aktionen: Zwei im April und zwei im Oktober, ca. 2.200 Stauden und Gräser sowie 9.500 Blumenzwiebeln mussten gepflanzt werden. Da es immer unser erklärtes Ziel war, dass jedes interessierte Mitglied unserer Regionalgruppe die Möglichkeit hat, sich an den Pflanzaktionen zu beteiligen, war eine gute Vorbereitung unabdingbar. Außerdem sollten die Arbeitszeiten sich mit einer Pause maximal gegen 4 Stunden bewegen. Um diesem zu genügen, waren gute Vorbereitungen unabdingbar.

Der erste Pflanztag war dem Fluss gewidmet. Drei in unterschiedlichen Blautönen blühende Salbeisorten und Veronica spicata wurden in einem strengen 4-er –Raster angeordnet,

allerdings versetzt verlaufend, um eine fließende Dynamik zu erzeugen. In den Tagen zuvor wurde der Flusslauf eingezeichnet und das Pflanzraster „aufgedruckt“. Jede Pflanzensorte erhielt eine Farbe, jede Pflanzenposition eine Farbmarkierung, jeder Staudentopf einen passend farbigen Strohhalm.

So vorbereitet, konnte es mit dem Pflanzen schon nach kurzen Erklärungen losgehen. Im Anschluss wurden noch die für den Start-, Mündungs- und Randbereich des Flusses vorgesehenen Stauden gesetzt.

Zwei Wochen später widmeten wir uns den Flächen beidseitig des Flusses. Um vertrauter mit ihnen zu werden, teilten wir sie mittels geeigneter Sprühfarbe in Ein-Quadratmeter-Felder ein. Dann wurden die Strukturpflanzen platziert und gepflanzt. Innerhalb der Gruppen Leit- , Begleit- und Füllstauden sortierten wir die Sorten nach Stückzahlen aufsteigend und teilten sie entsprechend dem Flächenverhältnis 40 : 60 mengenmäßig auf, wobei einige Stauden auch nur Einzug in einen Teil hielten. Das Auslegen erfolgte nach dem gleichen Prinzip: Innerhalb jeder Gruppe arbeiteten wir uns jeweils von der kleinsten bis zur höchsten Stückzahl vor.

Die Stauden wurden in zufälliger Anordnung mit weitgehend gleichen Abständen einzeln oder mal in Tuffs oder Drifte über die Fläche verteilt. Das gemeinsame Pflanzen mit vielen Staudenfreunden war hiernach kein Problem mehr.

Zwischen Mai und Oktober war Beetpflege angesagt. Geplant war ein 4-wöchentlicher Rhythmus mit ca. 3 – 4 Personen. Hier wurden wir dann allerdings von der Realität schnell eines Besseren belehrt. Das Unkraut entwickelte sich in rasantem Tempo, die Stauden konnten zunächst kaum mithalten. Der erste Pflegedurchgang wurde zu einem Kraftakt. Ab da erging jeweils vor jeder Jätaktion ein Aufruf an die gesamte Gruppe und es fanden sich vielfach um die 10 Staudenfreunde ein. Die Arbeit konnte in einem angemessenen Zeitraum erledigt werden und machte noch Spaß.

Im Juni erfolgten aufgrund von Ausfällen einige Nachpflanzungen. Außerdem präsentierten wir uns auf der LGS-Veranstaltung „Tag der Rose“ mit einem Pflanzenstand und Informationen.

Ein wenig Sorgen bereitete uns die auftretende Beetnässe. Teilweise ließ sie sich auf gut gemeintes aber unkontrolliertes Bewässern zurückführen. Der Rest, nun ja! Wir hoffen jetzt, dass das LGS-Jahr nicht zu regenreich ausfällt.

Im September feierten wir eine Beetparty, schließlich war der größte Teil des Gartenjahres geschafft. Bei bestem Wetter genossen wir bei Sekt und kleinen Häppchen das durchaus schon ansehnliche Beet und die Muße, mal ohne Hacke und Eimer unterwegs zu sein.

Vor dem Setzen der ersten Blumenzwiebeln im Oktober wurden die Stauden teilweise zurückgeschnitten. Dies ließ sich leider nicht vermeiden, da sonst das Pflanzen der vielen Zwiebeln zu schwierig geworden wäre. Für den Fluss, der als blaues Element nur mit 2.000 Traubenhyazinthen besetzt wurde, packten wir 50-St.-Tütchen und verteilten sie in jeweils 1 m Abständen. Alle anderen Zwiebeln kamen in eine Schubkarre, wurden gründlich durchgemischt und in die Staudenwiese gestreut.

Beim allgemeinen Pflanzen konnten wir somit zügig loslegen. Aufgrund der Mengen musste ein weiterer Teil der Wiese am Folgewochen-ende bestückt werden.

Da die LGS GmbH in ihrem Informations- und Leitsystem nur knappe Anmerkungen zu den einzelnen Ausstellungsbeiträgen vorsieht, entschlossen wir uns für die Erstellung zweier Flyer: Einer beschreibt Idee, Vorgehen und unseren Verein. Ein weiterer ist eine bebilderte Pflanzenliste. Hier konnten wir die schöne Erfahrung machen, dass Gärtnereien – obwohl sie kein Lieferant waren - uns ganz selbstverständlich Bildmaterial zur Verfügung stellten.

Es ist uns bewusst, dass alles Papier letztendlich in der Tonne landet. Allerdings sind wir der Meinung, dass wir den Besuchern schon etwas mehr zu sagen haben. Vielleicht lädt die Pflanzenliste zu einer kleinen Entdeckungsreise am Beet ein, oder es wird beim Lesen die Neugier auf unseren Verein geweckt.

2017 - Das Ereignis steht vor der Tür
Anfang Februar erfolgte der restliche Rückschnitt, so früh, um nicht Gefahr zu laufen, Zwiebelpflanzenaustriebe zu zertreten oder übervorsichtig sein zu müssen.

Kurz vor der Eröffnung wird es noch einmal einen Pflegedurchgang geben. Ein Angebot von uns ist schon im Veranstaltungskalender der LGS eingestellt: Gespräche am Beet. An Sonn- und Feiertagen wollen wir mit Besuchern ins Gespräch kommen. Da trifft es sich gut, dass uns ein Salzkottener Unternehmen kurzfristig eine Sitzgruppe gespendet hat.

Fazit: Unser LGS-Beet hat bisher viel Zeit und Kraft gekostet, wohl keiner von uns möchte es missen.

Unsere Unterstützer

Beetaktive
Das Beet verdankt sein Leben den ungezählten Arbeitsstunden zahlreicher Staudenfreunde unserer Regionalgruppe. Wenn die LGS zu Ende geht, haben sie sich vier Jahre lang hierfür eingesetzt. Da sollten sie durchaus auch mal erwähnt werden:

Alexander Kleine, Anni Bauer, Barbara Maus, Benedikta Friedrich, Birgit Goebel, Brigitte und Udo Bergschneider, Carola Braun, Elisabeth und Ferdinand Pollmann, Helmut und Ulla Reihs, Ilse Holz-Wächter, Iris Nutt, Josef Siegenbrink, Jutta Klute, Karin und Reinhard Stelte, Maria Krawinkel, Theresia Koch, Theresia und Josef Auffenberg, Ulla Elsler, Ursula Frensemeier, Walburga Höschen.

In vertraglichen und finanztechnischen Fragen wurde und wird das Projekt von Christa Huchzermeyer und Wera Fischer begleitet.
 

Spender
Getragen durch unsere eigene Begeisterung, konnten wir zahlreiche Firmen und Menschen für eine finanzielle Unterstützung gewinnen. Wir danken:
W. Braun Farben u. Lacke KG, PaderKüchen Rieger GmbH , Walburga Höschen, Christa Huchzermeyer, Helmut und Ulla Reihs-Heide, Elisabeth und Ferdinand Pollmann, Josef Auffenberg, Ute Döhl, Kanzlei Raw. Auffenberg & Meyer, Elke Laege, Emma Düchting, Wolfgang Sylvester, Thater Projektbau GmbH, KLARUPA Bernd & Ralf Ruhmöller GbR, Iris Nutt, Ina von Lengriesser, Karin Stelte, Sabine und Jörg Rudolf Wiehen-Apotheke, Waltraud Kordes

 

Sachspenden
Damit man sich auch mal setzen kann, dafür sorgt die Sitzgruppe von
Park & Garden, Salzkotten

 

Leihgaben
Eine künstlerische Bereicherung sind die Steinobjekte von
Herbert Görder, Paderborn

 

Sponsoren
Für ein Staudenbeet sind die Qualität der Pflanzen und die Zuverlässigkeit der liefernden Gärtnereien von maßgeblicher Bedeutung. Gute Partner waren und sind für uns:
Blumen Risse, Paderborn
Gärtner Marx, Paderborn
Stauden Kleine, Borchen
Stauden Setter, Gütersloh

 

Förderer
Unser Staudenbeet wurde von der Gesellschaft der Staudenfreunde finanziell unterstützt.

Gestaltung der Flyer
Unsere Flyer setzte professionell in Szene:
Amy Daramy, mediendesign, Paderborn

Beetentwicklung über die Monate betrachtet

Oktober

Mitte Oktober
Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen bestimmten das letzte Wochenende der Landesgartenschau.
Es hieß Abschied nehmen von einer wunderbaren Zeit. Die GdS-Fahne kommt nun in die Wäsche und die Sitzgruppe wird in den nächsten Tagen von uns abgeholt.
Ob das Beet auch im folgenden Jahr von uns gepflegt wird, ist noch in Klärung. Kundige und liebevolle Hände sind ihm auf jeden Fall zu wünschen.

September

Mitte September
Am Sonntag, 17. September, traf sich unsere Regionalgruppe auf der Landesgartenschau. Nach einer Führung über das Gelände durch Lgs-Mitarbeiter erfolgte die Besichtigung unseres Staudenbeetes und natürlich Gespräche am Beet. Dabei war die ganze Bandbreite vertreten: Von "zum ersten Mal sehen" bis hin zum "durch die gesamte Saison verfolgt".

Die Kalimeris "Madiva" ist ein wahres Blühwunder und das schöne Blau der Aster "Mönch" erfreut schon seit Wochen den Betrachter. Die Aster "Veilchenkönigin" steht langsam in voller Blüte und beim Sedum "Herbstfreude" sagt der Name einfach alles. Als letzte im Blühreigen öffnet nun die Goldbandrute Solidago caesia ihre unzähligen zarten gelben Blüten. Dazwischen stehen die Samenstände von Indianernessel, Fingerhut, Sonnenhut und anderen Stauden.

Der Gartenschilf Miscanthus sinensis 'Graziella' erhebt seine silberweißen Blütenfahnen und manche Gräser nehmen Färbung an. Der Herbst ist eingekehrt.

August

Mitte August
Die roten Sonnenhüte 'Fatal Attraction', 'Vintage Wine' und 'Tomato Soup' haben ihren großen Auftritt und die Goldrute sendet gelbe Signale aus. Bei den blauen Astern sind die ersten Blüten geöffnet. Die Fette Henne 'Herbstfreude', die wir einer Staudenfreundin verdankent, hat sich prächtig entwickelt und macht ihrem Namen alle Ehre. Das langsam aufblühende gelbe Mädchenauge schaut mit seiner unerwarteten Höhe von über 2 Metern über das Beet. Dank seiner Grazilität wirkt es dennoch leicht und schwebend.

Aufgrund der ausgiebigen Regenfälle in den letzten Wochen ist ein häufiges Lockern der Erde notwendig. Die Stauden haben sie bisher jedoch erstaunlich gut verkraftet. Einiges ist natürlich auseinander gefallen, dadurch ist alles stärker miteinander verwoben.

Juli

Mitte Juli
Unser Beet zeigt sich jetzt in sommerlicher Hochform: Rote Indianernesseln, blaue Duftnesseln, gelbe und rote Sonnenhüte und rostfarbener Fingerhut umgeben und verweben sich mit gelber Färberkamille, dunkelroten Witwenblumen und weißen Lichtnelken. Dazwischen mischen sich straff aufrechte und überhängende Gräser.
Die Flyer mit der Vorstellung von Konzept und Verein und insbesondere die Pflanzenliste erfreuen sich großer Nachfrage. Eine 2. Auflage geht jetzt in Druck.
Am 08. Juli feierten wir Bergfest. Ein Fazit gibt es jetzt schon: Es war und ist viel Arbeit, gemeinsames Pflanzen und Jäten machen großen Spaß, keiner möchte es missen.

Juni

Mitte Juni
Der orange blühende Penstemon barbatus ‚coccineus‘ und sein dunkelrotblättriger Bruder Penstemon digitalis ‚Husker’s Red Strain‘ mit seinen schön kontrastierenden weiß-violetten Blütenrispen blühen üppig. Silbrig filzige Verbascum bombyciferum stehen straff aufrecht im Beet. Weitere gelbe Akzente setzen Achillea , Hemerocallis ‚Corky‘ und Anthemis ‘E. C. Buxton‘. Dazu gesellen sich weiße Campanula, Lychnis und Kalimeris, das samtige Rot der Knautia und das Blau von Nepeta und Eryngium .
An den Beeträndern leuchten Geranium ‚Elke‘, ‚Elsbeth‘ und ‚Max Frei‘ in ihren unterschiedlichen Rotschattierungen und Äderungen.

Das Thema Fluss wird nun von blau blühendem Salbei aufgenommen.

Mai

Mitte Mai
In unserem Beet dominieren nun die Tulpen Spring Green und Yellow Spring Green, das Allium steht kurz vor dem Erblühen und die weißen Prärielilien, die allein schon mit ihren weiß gestreiften Blättern sehr zierend sind, lassen auch nicht mehr lange auf sich warten. Das blaue Band aus Traubenhyazinthen verblasst langsam. Die Stauden entwickeln sich gut, die Gräser zeigen sich verhalten.

Viele Besucher sind bisher an unserem Beet vorbeigeschlendert, etliche haben einen Flyer mitgenommen und mit so manchen kamen wir ins Gespräch. Es gab zahlreiche Fragen zu einzelnen Pflanzen (auch auf Nachbarbeeten), ob die Traubenhyazinthen abgeschnitten werden, was mit den Tulpenzwiebeln passiert – verbleiben sie im Beet oder nehmen wir sie raus - , ob das Beet auch nach der LGS erhalten bleibt , … Der blaue Fluss ist auch im Vergehen noch ein schöner Hingucker und unsere apfelgrüne Sitzgruppe wird als "nettes Plätzchen" wahrgenommen.

April

April
Die Landesgartenschau 2017 "Blumenpracht und Waldidylle" ist eröffnet.

Auch in unserem Beet blüht es schon wunderbar. 2.000 Traubenhyazinthen nehmen jetzt im Frühling das Thema des blauen Flussbandes auf.
Bereits am Eröffnungstag gab es viele interessierte Besucher, die ganz ungezwungen am Beet mit den Staudenfreunden ins Gespräch kamen. Das macht allen Beteiligten Spaß!