Parks & Naturräume

Parks & öffentliche Gartenanlagen

Hubenloch

Hubenloch Villingen

Der 9 Hektar große Stadtpark befindet sich auf einer Anhöhe in unmittelbarer Nähe zum Theater am Ring. Den Besucher erwartet ein herrlicher Blick über das mittelalterliche Villingen und in die nähere Umgebung. Der Park wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts angelegt und im Jahr 2010 neu bepflanzt. Auf ca. 750  Metern Höhe ist dort einer der am höchsten gelegenen Rosengärten Deutschlands mit über 100 verschiedenen Rosensorten zu besichtigen. Die Rosen werden nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, sodass der Rosenliebhaber wertvolle Erkenntnisse über die Widerstandsfähigkeit und Wuchskraft der einzelnen Sorten gewinnen kann. Im Sommer kann über die Wirtschafts- und Tourismus GmbH Villingen-Schwenningen eine Führung über das Hubenloch mit der Rosenliebhaberin Renate Blohmann gebucht werden. Tel 07721-82-2340.

Anfahrt mit der Bahn: Bahnhof Villingen (Schwarzwald,) dann zu Fuß quer durch die Innenstadt zum Riettor, über die Straße zum Theater am Ring. Dauer ca. 10-15 Minuten
Mit dem Auto: Parkmöglichkeit im Parkhaus „Theater am Ring“ am Rande der Innenstadt.

 

Bemerkenswerte Naturräume

Schwenninger Moos

Schwenninger Moos

Das Naturschutzgebiet Schwenninger Moos liegt auf etwas über 700 Meter Höhe am südlichen Stadtrand von Schwenningen auf der europäischen Wasserscheide. Ein Teil der Moorfläche ist Quellgebiet des Neckars und der Stillen Musel. Die südlichen Teile des Moores dagegen entwässern über den Talbach zur Brigach zum Gewässersystem der Donau. Die Wasserscheide auf der Baar war früher zugleich die Landesgrenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Großherzogtum Baden. Mehrere historische Grenzsteine erinnern noch daran.

1748 begann intensiver Torfabbau, der bis nach dem Zweiten Weltkrieg anhielt. Der Abbau führte im Laufe der Zeit zu starken Veränderungen innerhalb des Hochmoorschilds und seiner Vegetation. Erste Bemühungen den Kernbereich des Gebiets unter Schutz zu stellen, erfolgten bereits 1939. Die fortschreitende Entwässerung der Flächen bewirkte eine zunehmende Verlandung der Moorflächen, die 1980 so weit vorangeschritten war, dass zum Schutz des Moors einschneidende Pflegemaßnahmen in die Wege geleitet werden mussten. So wurden nach der vollständigen Unterschutzstellung im Jahr 1985 in der Kernzone großflächig Baumbestand und Gehölze gerodet. Als flankierende Maßnahme erfolgte die Schließung der meisten Entwässerungsgräben, um das Niederschlagswasser im Gebiet zu halten. Heute sind erste Erfolge der Renaturierungsmaßnahmen deutlich sichtbar.

Im Moor gibt es über 400 verschiedene Pflanzenarten. Darunter sind viele gefährdete Pflanzen. Torfmoose sind die wichtigsten Pflanzen im Moor. Sie sind optimale Wasserspeicher, und können einen Wassergehalt über 90 % enthalten. Durch diese Eigenschaft regulieren sie den gesamten Wasserhaushalt des Moores. In den nassen Bereichen wachsen  Sumpf-Veilchen, Sumpf-Blutaugen und das Schmalblättrige Wollgras. Die trockenen Bereiche werden  von der Heide-Nelke, Teufelskrallen und Blassgelbem Klee bewohnt. Da es im Moor wenig Nährstoffe gibt, gehen einige Pflanzen, zum Beispiel das Heidekraut, eine Symbiose mit Pilzen ein.

Um das Schwenninger Moos führt ein ca. 1-stündiger Rundweg, von dem aus man auf die freie Moorfläche sehen kann. Über einen kurzen Steg kann man die sich regenerierende Vegetation des Moors aus der Nähe ansehen, ohne widerrechtlich das Moor zu betreten oder zu schädigen.

Anfahrt mit der Bahn: Bahnhof Schwenningen (Neckar). Von dort zu Fuß über das ehemalige Landesgartenschaugelände „Neckarpark“ zum Stadtpark Möglingshöhe mit der neu gefassten Neckarquelle. Weiter über die Straße zur Helios Arena. Ca 15-20 Minuten.

Anfahrt mit dem Auto: B27 Ausfahrt „VS-Schwenningen Süd/Messe“. Parken bei den Sportstadien Helios Arena oder Gustav Strohm Stadion.

Führungen über das Schwenninger Moos können gebucht werden beim Umweltzentrum Schwarzwald-Baar-Neckar unter Tel. 07720 99 682 74 oder moosfuehrer@umweltzentrum-sbn.de

 

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