Aktivitäten

11.Hostatagung 2018 - Flensburg

Die Jahrestagung 2018 der FG Hosta wird vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2018 in Flensburg stattfinden.


© 2017 Thomas Hülsmann

Die schriftliche Einladung mit den Anmeldemodalitäten wird später im Jahr verschickt werden. Dann finden Sie diese Unterlagen auch hier nochmals als Download.

Wie vom Vorstand der GdS beschlossen, wird unsere Fachgruppentagung wieder über einen Reiseveranstalter organisiert.

 

10.Hostatagung 2017 - Potsdam

Die Jahrestagung 2017 der FG Hosta hat vom 25. Mai bis zum 28. Mai 2017 in Potsdam stattgefunden.


© 2017 Thomas Hülsmann

Das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 27.5.2017 und ein Reisebericht von Uwe Meyn können heruntergeladen werden (siehe unten).


Bei gutem Wetter, schönen Gärten und guter Laune: Die Teilnehmer der diesjährigen Fachtagung Hosta
© 2017 Thomas Hülsmann

 

9.Hostatagung 2016 - Billerbeck

Die Jahrestagung 2016 der FG Hosta hat vom 13. Mai bis zum 16. Mai 2016 in Billerbeck stattgefunden.


© 2015 Thomas Hülsmann

 

8.Hostatagung 2015 - Amberg

Die Jahrestagung 2015 der FG Hosta hat vom 14. Mai bis zum 16. Mai 2015 in Amberg stattgefunden.


© 2015 Thomas Hülsmann

 

7.Hostatagung 2014 - Gägelow/Wismar

Die Jahrestagung 2014 der FG Hosta hat vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2014 in Gägelow bei Wismar (www.wismarer.de/stadtplan.gaegelow.htm) stattgefunden.


© 2014 Thomas Hülsmann

7. Jahrestagung der Fachgruppe Hosta
Ein Reisebericht von Christa Hülsmann


© 2014 Thomas Hülsmann

Inzwischen in guter Tradition wurde der Feiertag Ende Mai (Christi Himmelfahrt) als Anreisetag gewählt. Unser Ziel war Gägelow im westlichen Mecklenburg. Gägelow liegt in unmittelbarer Nähe zu Wismar, einer alten Hansestadt, nur wenige Kilometer von der Ostsee entfernt. Das Hotel war gut zu erreichen und bot viel Platz. Im Laufe des Donnerstagnachmittags wurde unsere Runde immer größer und wir konnten die Tagung mit einem „freien“ Abend in angeregtem Gespräch beginnen.


© 2014 Thomas Hülsmann

Aufgrund einiger Widrigkeiten, von denen wir als Teilnehmer nichts ahnten, mußte das Besuchsprogramm etwas umgestellt werden. Am Freitag fuhren wir nach Schleswig-Holstein. Als erstes durften wir den Garten von Frau Graf in Ascheberg sehen. Er war u.a. auch schon im Fernsehen zu sehen.


© 2014 Thomas Hülsmann

Frau Graf ist gebürtige Holländerin und vor über 20 Jahren auf dem (Um-)Weg über Süddeutschland nach Ost-Holstein gekommen. Erst hier hat sie intensiv mit dem Gärtnern begonnen. Tatsächlich macht der große Garten (1 ha) auf mich einen „holländischen“ Eindruck. Es gibt verschiedene Gartenräume mit jeweils eigenem Charakter. Mir haben es besonders der weiße Glyzinengang und die „Böschung“ angetan. Sie vermitteln eine besondere Ruhe, während andere Gartenteile mit prächtigen Stauden und Rosen so intensiv bepflanzt sind, daß man gar nicht weiß, wohin man zuerst blicken soll. Wasser ist ein prägendes Element des Gartens. Ein naturnaher Teich und zahlreiche formale Wasserbecken bieten Angenehmes für Ohren und Augen.


© 2014 Thomas Hülsmann

Nach diesem furiosen Auftakt erwartete uns in Bad Malente ein ebenso ansprechender, aber viel zurückhaltenderer Garten. Es ist das Reich von Frau Freesen. Neben ihrem großen Engagement für den Kurpark von Bad Malente widmet sie sich intensiv ihrem eigenen Garten. Er ist ca. 4.000qm groß und liegt direkt an der Schwentine, dem mit 62 km längsten Fluß in Schleswig-Holstein.


© 2014 Thomas Hülsmann

Der Garten ist von zwei Gestaltungsideen geprägt: im unteren Teil, zur Schwentine hin, breitet sich eine große (Feucht-)Wiese mit zahlreichen heimischen Stauden wie Iris und Kuckuckslichtnelken aus. Hier kann man (nur gelegentlich von Paddlern gegrüßt) auf einer kleinen Bank sitzen und Libellen, Frösche und Fische beobachten.


© 2014 Thomas Hülsmann

Der etwas oberhalb und näher zum Haus gelegene Teil mutet japanisch an. Angeregt durch Reisen nach Japan hat sich Frau Freesen intensiv mit fernöstlicher Gedankenwelt und Ästhetik beschäftigt und bei der Gestaltung einfließen lassen. Ihr Garten hat für mich eine besondere Harmonie. Er bietet eine Anregung der Sinne in Form von Wind- und Wasserspielen und strahlt gleichzeitig eine Ruhe aus, der man sich nicht entziehen kann.

Abends hörten wir nach dem Abendessen einen Vortrag von Roland Müller über Hostas im Verlauf des Gartenjahres.


© 2014 Thomas Hülsmann

Am Samstag brachen wir früh auf, um zwei Gärten und eine Gärtnerei in Mecklenburg zu sehen. Als erstes besuchten wir das Ehepaar Eberle in ihrem Garten in Friedrichsruh bei Schwerin. Die rd. 1.000 qm wurden nach und nach liebevoll in einen ansprechenden Hausgarten verwandelt. Üppige gesunde Rosen, Taglilien und Hostas waren die dominierenden Pflanzen in diesem Garten.


© 2014 Thomas Hülsmann

Es gab zahlreiche lauschige Eckchen und wir wurden sogar mit Sekt verwöhnt. Da unsere Gastgeber noch zur Arbeit mußten und wir noch ein ziemlich umfangreiches Programm vor uns hatten, brachen wir nach ca. 1 ½ Stunden wieder auf.


© 2014 Thomas Hülsmann

In Boddin, bei Schwerin, kamen wir zur Gärtnerei Piccenini. Außer Rosen, die um diese Jahreszeit neben Clematis den Schwerpunkt des Sortiments bilden, hatte Herr Piccenini eine große Auswahl an Hostas zu bieten. Einige Pflanzen kamen, wie am Etikett zu erkennen, von Marco Fransen. Die meisten waren allerdings in 1 l – 2 l Töpfen zu erwerben. Endlich! Endlich konnten wir unserer Kauflust und Sammelleidenschaft ungehemmt nachgehen. Ich hatte den Eindruck, der Besuch war für alle Beteiligten, Besucher und Besuchten, rundum gelungen. Ein bißchen erschöpft, aber glücklich wurden die Tüten zum Bus gebracht. Der Busfahrer staunte nicht schlecht ….


© 2014 Thomas Hülsmann

Auf dem Weg zu dem letzten Garten an diesem Tag haben wir eine kurze Rast eingelegt und im Freien unsere Lunchpakete verzehrt. Ein beinahe englisches Picknick-Gefühl in Mecklenburg.


© 2014 Thomas Hülsmann

Unser letztes Ziel war der Garten von Christian Korsch. Das Wort „Garten“ ist meiner Meinung nach hier aus mehreren Gründen nicht ganz passend. Mit „Garten“ verbinde ich ein überschaubares Areal, das gestaltet ist und sich in der Bepflanzung deutlich von der umgebenden Landschaft unterscheidet. Tatsächlich handelt es sich um einen ca. 25.000qm großen Park, der klassisch angelegt ist. Das bedeutet, die intensiv bepflanzten und gestalteten Bereiche befinden sich in der Nähe des Hauses. Je weiter man sich vom Haus entfernt, desto naturnäher werden die Gestaltung und Bepflanzung, bis sie an den Grundstücksgrenzen kaum noch von der umgebenden Landschaft zu unterscheiden ist.


© 2014 Thomas Hülsmann

Durch diese Art der Gestaltung wirken Gebäude und „Garten“ nicht als Fremdkörper in der Landschaft, sondern als einer ihrer wesentlichen Bestandteile. Seine Philosophie sei recht einfach, erläuterte Herr Korsch. Er gärtnere mit der Natur und nicht gegen sie. Ein oft gehörter Satz, aber selten so konsequent umgesetzt wie hier. Auch Giersch und Schachtelhalm dürfen in den Beeten wachsen. Sie werden im Frühjahr ausgedünnt, damit sie die anderen Pflanzen nicht überwuchern, aber sie dürfen bleiben. Die Eingriffe durch den Gärtner erfolgen behutsam und wirken nicht als Störung. Auch dadurch behält der „Garten“ seinen natürlichen Charme. Am meisten haben mich auch hier die Rosen beeindruckt. Viele alte Sorten sind hier zu sehen, die herrlich duften und mit Ausläufern ihren Platz erobern, denn sie stehen auf eigener Wurzel.

Den Kopf voll mit anregenden Eindrücken kehrten wir zum Hotel zurück. Nach dem Abendessen fand unsere Jahresversammlung statt. Das Protokoll der Versammlung ist im Download-Bereich zu finden.

 

6.Hostatagung 2013 - Stolberg

Die 6. Jahrestagung hat vom 30.5. - 2.6.2013 in Stolberg statt gefunden.


© 2016 Thomas Hülsmann

Das Protokoll der Jahresversammlung findet sich im Download-Bereich.


ohne Kommentar ...
© 2013 Thomas Hülsmann

Die Tagung der Fachgruppe Hosta

Text: Christa Hülsmann
Fotos: Arthur Wiesmet, Thomas Hülsmann


Tagungshotel
© 2013 Thomas Hülsmann

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Fachgruppe Hosta fand vom 31. Mai bis zum 2.Juni in Stolberg/Rheinland statt. Stolberg liegt in der Nordeifel im Dreiländereck Deutschland / Niederlande / Belgien.


© 2013 Thomas Hülsmann

Vor dem “offiziellen” Beginn am 31. Mai fanden sich am Donnerstag 13 Hostaenthusiasten zusammen, um frühmorgens die lange Fahrt nach Belgien bis kurz hinter Gent anzutreten. Es stand eine Einkaufstour bei einem der bekanntesten europäischen Hostazüchter, Danny van Eechaute, und einem Heucherazüchter, der auch an Hosta interessiert ist, Dirk Dupré, auf dem Programm.


© 2013 Thomas Hülsmann

Gut, daß die Gruppe so überschaubar war! Auch so konnten wir uns nur im Gänsemarsch durch Dannys Garten bewegen. Die zwei Stunden dort vergingen wie im Flug. Danny zeigte uns viele Neuheiten auf dem Hosta-Markt und einige Entwicklungen auch befreundeter Züchter, die noch zur Beurteilung bei ihm standen und mit deren Einführung erst in zwei bis vier Jahren zu rechnen ist. Es gibt zwei ausgeprägte Trends bei den Züchtern. Es werden immer mehr sog. streaked Hostas gezüchtet, wie z.B. ‘Gunther’s Prize’ oder ‘Flemish Clouds’. Diese sind häufig nicht stabil und müssen regelmäßig geteilt werden, um die besondere Blattfärbung zu erhalten. Hier ist ein erklärtes Zuchtziel, eine stabile Blattfärbung zu erreichen. Daneben sind nach wie vor Hostas mit roten Blattstielen (Petiolen) begehrt, besonders, wenn die rote Färbung bis ins Blatt hineinreicht, wie bei ‘Secret Treasure’ oder ‘Sugar Plum’. Natürlich konnten wir auch Hostas kaufen, so viele das Herz begehrte. Und es waren nicht wenige ....


© 2013 Thomas Hülsmann

Anschließend fuhren wir zu Dirk Dupré. Am Eingang erwarteten uns Herr mit Hund und zwei prächtige ‘Victory’ in großen Kübeln vorm Giebel. Trotz des erst kurz zuvor überwundenen Kaufrausches fanden auch hier etliche Pflanzen einen neuen Eigentümer. Besonders die in fast allen Farben spielenden Heucheras hatten es uns angetan.


© 2013 Thomas Hülsmann

Mit vollem Kofferraum, wenig Beinfreiheit und ein bißchen erschöpft kamen wir ins Hotel zurück. Dort waren bereits die übrigen, „planmäßig“ angereisten, Tagungsteilnehmer versammelt. Es war schön zu erfahren, wie schnell alle wieder miteinander ins Gespräch kamen.


© 2013 Thomas Hülsmann

Am Freitag ging es in „voller Besetzung“ nach Holland. Als erstes haben wir den Heerenhof in Maastricht besucht. Der Heerenhof besteht faktisch aus zwei Häusern (einem alten und einem neuen) und zwei Gärten (richtig, einem alten und einem neuen). Die Besitzer sind als Regisseur und Tänzer eng mit dem Theater verbunden.


© 2013 Thomas Hülsmann

Diese Verbundenheit ist im ursprünglichen Teil des Gartens deutlich zu spüren. Die Inszenierung als Kulisse mit Vorder- und Hintergrund, die Schaffung einer Illusion von Weite und die Andeutung verborgener Räume sind so überzeugend, daß man sich in einem Traum(-garten ) wähnt.


© 2013 Thomas Hülsmann

Im Gegensatz dazu gibt sich der neuere Gartenteil auf den ersten Blick minimalistisch mit klarer Struktur und begrenzter Pflanzenauswahl. Bei näherer Betrachtung erkennt man jedoch, daß die Gärtner einen Barockgarten nachempfunden haben. Lange Blickachsen, ein formales Wasserbecken, Buchsparterre und Formschnittgehölze sind die prägenden Gestaltungselemente dieses Gartenteils.


Burg Stolberg
© 2012 Thomas Hülsmann


© 2013 Thomas Hülsmann

Nach diesem Auftakt ging es weiter zum „Hostatuin“ von Wiel Caelen nach Hoensbroek. Wiel hat in seinem „kleinen“ Garten von rd. 800 qm mehr als tausend Hostaarten und –sorten, die er fast alle in Töpfen kultiviert.


© 2013 Thomas Hülsmann

Er beschäftigt sich seit über dreißig Jahren mit Hosta und ist ein wirklicher Experte. In seinem Garten waren nicht nur viele besondere Hosta zu sehen, sondern auch zu kaufen.


© 2013 Arthur Wiesmet

Gut, daß der Bus so groß war …


© 2013 Thomas Hülsmann

Zum Abschluß fuhren wir zu Theo und Marie-josé Dautzenberg, den Eigentümern der Gärtnerei „Hostaveldje“ in Hulsberg. Theo nahm sich die Zeit, uns den Betrieb kurz zu zeigen und zu erläutern, mit welchen Herausforderungen Hostagärtner sich heutzutage konfrontiert sehen. Natürlich durften wir anschließend die Topfquartiere „plündern“. Erstaunlich, wieviel freien Platz wir alle in unseren Gärten haben.


© 2013 Thomas Hülsmann

Abends gab uns Harald Berger einen Überblick über Hostasorten deutsche Züchter und erläuterte den aktuellen Stand seiner Recherche. Seine Grundlagenarbeit wird in den nächsten Jahren unserer Tätigkeit als Fachgruppe wichtige Impulse geben. Er hat das deutsche Züchtungserbe in unser aller Bewußtsein gerückt.


© 2013 Thomas Hülsmann

Samstag, der 1. Juni, brachte uns wieder nach Belgien. Unser erstes Ziel war der Garten von Dina Deferme in Stokrooie. Viele Teilnehmer kannten den Garten schon und die meisten freuten sich, ihn wiederzusehen. Dina erklärte uns, welches ihre Beweggründe für die Anlage des Gartens waren und welche Aspekte ihr bei der Gestaltung besonders wichtig sind. Mit diesem Hintergrundwissen konnten wir den Garten noch besser genießen. Leider war es empfindlich kalt und wir waren froh, Kaffee und Kuchen in der Scheune einnehmen zu können.


© 2013 Thomas Hülsmann

Zum Glück kam die Sonne heraus und wir konnten den Garten der Familie Vandecruys-Frederix in Zonhoven bei Sonnenschein bewundern. Herr Vandecruys hat für Hosta, aber auch andere Schattenpflanzen, besonders Rodgersien, eine Schwäche. Auf der Terrasse lag ein umfangreiches Kompendium der im Garten vorhandenen Pflanzen aus, so daß wir uns auch hier einige Anregungen holen konnten.


© 2013 Thomas Hülsmann

Der letzte Garten, den wir besichtigten lag ganz in der Nähe: es war der Garten von Annie Meuwissen in Diepenbeek. Was von der Straßenseite eher als „normales“ Grundstück mit Einfamilienhaus aussah, entpuppte sich auf der Rückseite als schier unendlich großer Garten. Neben einem großen Gemüse- und Obstgarten gab es einen rd. 6.000 qm großen Ziergarten als Herzstück der Anlage. Großzügige, farblich getrennte Rabatten mit ausgefallener aber harmonischer Bepflanzung wechselten sich ab mit eher naturnäheren Bereichen, wie dem Waldweg, der eine umfangreiche Hostasammlung beherbergt.
Sattgesehen an schönen Gärten, den Kofferraum voller Pflanzen und den Kopf voller Eindrücke kehrten wir abends zum Hotel zurück. Nach dem Abendessen wurde die Mitgliederversammlung abgehalten. Einzelheiten hierzu sind dem gesonderten Protokoll zu entnehmen.

Sonntag war Abreisetag. Es waren noch einige Gärten in der Provinz Limburg auf eigene Faust zu besichtigen.

 

5.Hostatagung 2012 - Löbau

Die Tagung der Fachgruppe Hosta

Text: Gabriele Ahlemeyer, Hans Wurzbacher
Fotos: Harald Berger, Thomas Hülsmann

Vom 08.06. bis 10.06.2012 fand die Jahrestagung der Fachgruppe Hosta in Löbau statt.
Löbau liegt im äußersten Osten Deutschlands, im Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland.

Der Tagungsort war wegen seiner vielen , den meisten Mitreisenden unbekannten, landschaftlichen und historischen Reizen, von dem aus Löbau gebürtigen Mitglied Hans Wurzbacher vorgeschlagen worden.
So machten sich also 42 Teilnehmer auf den teils recht langen Weg in eine unbekannte Ecke Deutschlands.

Der erste Tag war zur freien Verfügung. Es gibt im Dreiländereck viel zu sehen, darunter die sehr schön restaurierten Städte Görlitz, Zittau und Bautzen (das den meisten von uns in anderem Zusammenhang – ehemalige KZ-Stätte und Lager der Stasi für Regimekritiker – bekannt ist), der Park des Fürsten Pückler-Muskau, der für viele ein lohnendes Ziel war, der Rosengarten Ostdeutschland, der sich leider wegen beträchtlicher Winterschäden nicht im sonst bekannten schönen Zustand zeigte, und nicht zuletzt die Landesgartenschau, die ein renaturiertes ehemaliges Industriegebiet präsentierte.


© 2012 Thomas Hülsmann

Noch vor dem Abendessen waren die Fensterbänke des Restaurants mit einer Hosta-Blattsammlung dekoriert worden, an denen man sein Auge und seine Sortenkenntnis erproben konnte. Nach dem Abendessen schlug uns Arthur Wismet mit einem Vortrag über kleine und Miniaturhosta in Bann. Glücklicherweise hatte er auch einige Kisten Hosta mitgebracht, die auch gleich so belagert wurden, dass von den Kisten nichts mehr zu sehen war. Glücklich zog man mit seiner „Beute“ ab …

Am Sonnabend machte sich die Gruppe bei durchwachsenem Wetter dann gemeinsam auf den Weg ins nahe gelegene Tschechien, das wegen der sehr hügeligen Landschaft auch den Namen „böhmische Schweiz“ trägt. Herr Wurzbacher, der die Gegend quasi wie seine eigene Westentasche kennt, konnte so manche Erklärung zu den Sehenswürdigkeiten und kulturellen Besonderheiten dieses Landstriches abgeben.


© 2012 Thomas Hülsmann

Auf kurvigen engen Wegen steuerten wir bald den außergewöhnlichen Garten von Siegfried Fritsche in Snezna an, der aus einem ehemaligem Waldgrundstück in jahrelanger mühseliger Arbeit ein sehenswertes Kleinod geschaffen hat. Als er anfing das Gelände zu bearbeiten, bestand es nur aus Fichten, Brombeeren und Brennnesseln. Etliche Bäume wurden mit Bedacht entfernt, andere ausgelichtet; in die entstandenen Lücken wurden nach und nach Laubbäume, Rhododendron und Kalmien gepflanzt. Das große Plus des Grundstücks war ein kleiner Gebirgsbach, der sich durch das Gelände schlängelte und teilweise recht tief eingeschnitten hatte. Die entstandenen Hänge waren mit Stauden, darunter sehr viele Hostas - mit anderen Stauden vergesellschaftet -, bepflanzt.

Leider war die Hauptblüte der Rhododendren schon vorbei, aber das was noch blühte, zeigte, was für ein Farbspektakel uns entgangen war. Dafür wurden wir reichlich entschädigt durch wunderbare rote und violette japanische Etagenprimeln, die in voller Pracht am Grund des Bachlaufs wuchsen und in so manchem den Wunsch entstehen ließen, im eigenen Garten einen Bachlauf und ein kleines Tal zu gestalten. …


© 2012 Thomas Hülsmann

Neben der Entwicklung des Waldgrundstücks interessiert sich Siegfried Fritsche auch für Hexenbesen und hat selber etliche entdeckt und weiterkultiviert. Auf dem Grundstück befindet sich auch eine kleine Baumschule, die inzwischen von seinem Sohn geführt wird. Dort konnte man etliche der weitergezüchteten Hexenbesen finden und natürlich auch mit nach Hause nehme. Diese Gelegenheit ließen sich viele nicht entgehen.


© 2012 Thomas Hülsmann

Danach brauchten alle dringend eine Stärkung. In einem ganz besonderen Gasthaus war für uns reserviert worden, was auch gut war, denn dieses Lokal war auch bei der Allgemeinbevölkerung sehr beliebt und daher gut besucht. Innen war die Wirtschaft mit einer höchst erstaunlichen Sammlung an Autokennzeichen ferner Länder dekoriert, Wände und Decken waren mit unterschiedlichsten Waffen (Pfeile, Speere, Schusswaffen) geschmückt worden. Auch das Gelände um die Wirtschaft war einmalig mit einer Art Steinlabyrinth mit Gnomen, Zauberern, Teufelchen, aus Holz geschnitzten Tieren, etc. ausgestaltet. Daneben gab es für Kinder Spielmöglichkeiten, aber auch – sauber eingezäunt – einige ausrangierte Panzer.


© 2012 Thomas Hülsmann

Bald ging es mit dem Bus weiter zum nächsten Garten von Herrn Burés in Varnsdorf. Leider verschlechterte sich das Wetter sehr schnell, so dass uns strömender Regen die Orientierung raubte und der Bus unverrichteter Dinge den Rückweg antreten musste. Wir hatten ja noch die Besichtigung des Eisernen Turmes, ein Wahrzeichen Löbaus auf dem Programm. Dieser Turm, filigran aus Gusseisen erbaut, war den Löbauern von einem Bäckermeister gespendet worden. Nach der Wende restauriert und mit Stahl verstärkt, war er jetzt wieder zugänglich und ermöglichte einen wunderbaren Rundblick über die umliegende Landschaft.

Anschließend ging es zurück ins Hotel, wo nicht nur das Büfett, sondern auch die Mitgliederversammlung auf uns wartete. Hier wurde nun ganz offiziell mitgeteilt, was einige bereits erfahren hatten, dass nämlich der Fachgruppenleiter Joachim Tjaden kurz nach Pfingsten gänzlich unerwartet verstorben war. Da der stellvertretende Fachgruppenleiter (Volker Lettmann) nicht an der Tagung teilnahm, hatte das Ehepaar Hülsmann angeboten, das Organisatorische vor Ort zu übernehmen. Herr Lettmann hatte sich aber bereit erklärt, die Leitung der Fachgruppe kommissarisch bis zur nächsten Wahl zu übernehmen, so dass eine Neuwahl im nächsten Jahr regulär erfolgen wird.


© 2012 Harald Berger

Am Sonntagmorgen stand für einige schon wieder die Rückreise auf dem Programm. Andere hatten noch etwas Zeit für weitere Erkundungen eingeplant. So fanden sich z.B. nochmals 15 Mitglieder zusammen, um nach Snezna zu Siegfried Fritsche zu fahren. Unter Leitung von H. Wurzbacher fand man auch problemlos den Garten. Siegfried Fritsche gab bereitwillig den Staudenfreunden Sämlinge von Primeln und Teilpflanzen von Hostas ab. Anschließend fuhren er und sein Sohn vorweg zu dem Garten Burés, der am Vortag leider nicht gefunden worden war. Ein kleiner Garten mit vielen „Edelsteinen“ und natürlich auch Hostas. Auch hier konnten einige Unentwegte Pflanzen erwerben.


© 2012 Harald Berger

Da noch Zeit zur Verfügung stand, konnte - ebenfalls in Varnsdorf - unter der Führung von Herrn Burés, ein weiterer Garten, der von Herrn Trojan, besucht werden. Ein recht neu angelegter Garten (etwa 10 Jahre alt) mit vielen interessanten Zwerggehölzen, alles gestaltet mit seltenen Stauden. Auch hier konnten Pflanzen erworben werden und es wurde rege davon Gebrauch gemacht.
Alle Teilnehmer dieser „Nachexkursion“ waren begeistert und so ließ man den Tag im „Rosengarten Café“ bei „Löbauer Kaffeemischung“ und „Fluffi-Kuchen“ ausklingen.

 

4.Hostatagung 2011 - Bad Wörishofen

Jahrestagung der Fachgruppe Hosta

Vom 02. bis 05. Juni 2011 fand die diesjährige Jahrestagung der FG Hosta in Bad Wörishofen statt. Die Organisation für dieses Treffen übernahm unser Mitglied Harald Berger. Tatkräftige Helfer hatte er dabei in Ursula Santo und Gerd Oellermann. Sie hatten für die 34 Teilnehmer ein reichhaltiges Programm zusammengestellt. Gut gewählt war auch der Termin, der, bedingt durch den Himmelfahrtstag, an einem verlängerten Wochenende noch mehr Möglichkeiten für Gartenbesuche, interessante Vorträge über Hosta, dem Besuch der Gärtnerei Gaismeyer, einer Fahrt zur Insel Mainau und für Frühanreisende schon am Donnerstag die erste Tour nach München boten.Untergebracht waren wir in Bad Wörishofen im Hotel Sonnengarten. Dass die 4 Sterne am Eingang des Hotels nicht übertrieben sind, hat das Haus, das Servicepersonal und die Küche mehr als bestätigt.

Am Donnerstag 02.06.2011 durften wir noch ausschlafen. Der Bus in Richtung München ging erst um 09:00 Uhr.
Die erste Station waren die Fürstenfelder Gartentage. Das Angebot war sehr vielfältig. Neben vielen Dekoartikeln, Holz im Garten, und Werkzeugen waren besonders für uns Hostafreaks zwei anwesende Gärtner von Interesse. Der Stand von Planwerk wurde zielstrebig als erstes angesteuert und „geplündert“. Auch die Gärtnerei Extragrün hatte etliche Hosta zu bieten und wurde gern besucht.
Die zahlreichen Tüten und Kisten „Nichts“ zeugten vom unbremsbaren Verlangen nach neuen, anderen, besonderen Pflanzen. „Nichts“, weil die meisten sich vorgenommen hatten, nichts zu kaufen.

Von hier fuhren wir weiter zum Botanischen Garten München. Auch schön: Nur gucken und nichts kaufen, dafür Kaffee und Kuchen. Die Pausen kamen nicht zu kurz. Im Garten selbst folgten wir der der Empfehlung von H. Berger und haben zunächst die Farnschlucht aufgesucht. Interessant war die Vergesellschaftung der Farne mit (großen) Hosta und anderen großblättrigen Stauden wie Darmera oder Rodgersia. Der Rosengarten stand in voller Blüte und bot einiges (zuviel?) an Farbe und Duft. Seltene Gehölze und ein nach Regionen geordnetes Alpinum sowie mehrere „Muster“-Standorte, wie z.B. Trockenmagerrasen, nasse Wiese etc. rundeten das Bild ab.

Im Laufe des Tages waren auch die restlichen Teilnehmer angereist, so dass Harald Berger und Joachim Tjaden das bayrische Büffet für alle Gäste eröffnen konnten. Im Tagungsraum erwartete uns dann eine umfangreiche Hosta-Blatt-Ausstellung, die Ursel Santo mit viel Liebe rund um den Raum platziert hatte. Für den ersten Abend konnte Andreas Kirschenlohr aus Speyer für einen Vortrag gewonnen werden. Sein Thema „Die Gattung Hosta: Aktuelle Sortimentsentwicklung und Verwendungsbeispiele, neue Krankheitsbilder“. Aus seinem sehr spannenden und informativen Vortrag konnten selbst die absoluten Hostakenner viele neue Erkenntnisse gewinnen.

Am Freitagmorgen fuhren wird dann pünktlich um 8:00 Uhr zur Insel Mainau.
Dass die Insel Mainau seit kurzem um eine Attraktion, dem Staudengarten der GdS, reicher ist, davon wollten wir uns heute selbst vor Ort überzeugen. Oft hatten wir gehört, was die GdS hier plante, hatten auch schon Planzeichnungen gesehen, oder Berichte im Staudengarten gelesen. Das wir uns jetzt mit eigenen Augen das Ergebnis ansehen konnten, davon konnte uns auch die recht lange Busfahrt nicht abhalten. Und: Es hat sich gelohnt. Gleich nach der Ankunft nahmen alle direkten Kurs auf den GdS Staudengarten. Was wir hier vorfanden, überstieg wohl bei allen die Erwartungen bei Weitem. Die Auswahl der Pflanzen, die Aufteilung, die Lage an einem Hang, einfach optimal. Auch die vielen „Normalbesuchern“ der Mainau waren sichtlich angetan. Wenn man als GdS der breiten Öffentlichkeit einen Staudengarten präsentieren will, dann muss das genau so aussehen.

Wieder im Hotel angekommen erwartete uns zum gemeinsamen Abendessen ein französisches Buffet. Wieder hatten die Küchenchefs ihr Können unter Beweis gestellt und ließen keine Wünsche offen.
Für den Abend hatte unser Mitglied Arthur Wiesmet für uns noch einen Vortrag vorbereitet. Sein Thema: Hosta – Tetraploide auf dem Vormarsch ?! Auch dieser Vortrag fesselte uns. Arthur Wiesmet nahm uns mit in die Welt der Pflanzenzellen und Chromosomensätze. Was im Titel des Vortrages noch sehr trocken klang, entpuppte sich, nicht zuletzt auch durch die Art des Vortrages, als spannendes und sehr informatives Thema. Wer wissen will, warum Schnecken die eine Hosta mögen, und die andere meiden, sich die Standfestigkeit bei Hosta unterscheidet, was Polyploide mit der Färbung zu tun haben, der sollte sich Arthur Wiesmet einmal zu einem Vortrag einladen.

Am Samstag besuchten wir zuerst die Bioland-Gärtnerei Gaismayer in Illertissen. Bevor wir die Gärtnerei erobern konnten, wurden wir von einem der Gärtner begrüßt, der uns auch die Aufteilung des sehr großen Geländes erklärte. Zuerst führte uns der Weg in das sehr schön angelegte Mutterpflanzenquartier. Wer bis dahin eigentlich keine Pflanzen kaufen wollte hatte dann doch einen Korb oder auch Handwagen bei sich. Für diejenigen, die gezielt nach ganz bestimmten Pflanzen suchten, erleichterte ein Computer die Suche. Nach Eingabe des Pflanzennamens gab dieser den genauen Standort an, was die Suche in einer so großen Gärtnerei natürlich extrem vereinfachte. So stand dann auch ein Teil des sehr breiten Sortimentes unten in unserem Bus, als wir um 11:45 Uhr zum Gasthof „Adler“ in Wiesenbach aufbrachen. Nach einer kleinen Stärkung konnten wir die beiden nächsten Gärten in 5 Minuten zu Fuß erreichen.

Die Gärten Schindelbeck und Müller liegen direkt nebeneinander und so teile sich unsere Gruppe hier auf. Im Garten der Familie Schindelbeck erwarteten uns nicht nur rund 300 Hosta. Das Grundstück liegt direkt an einem kleinen Bach, der nicht immer so ruhig daher fließt, wie an diesem Tag. Nachdem die Böschung das erste Mal bepflanzt wurde, riss ein Hochwasser alle Pflanzen mit sich. Heute, erzählten uns die Besitzer, sind alle Pflanzen so verwurzelt, dass sie auch einem Hochwasser stand halten werden. Dieser liebevoll gestaltete Garten bringt überall neue Überraschungen hervor. Eine echte Fundgrube für Staudenfreunde. Bevor ich in den Garten Müller wechselte, wollte ich vom Bach an der Dorfstraße aus nur noch ein Abschlussfoto des Gartens machen. So manch ein Gartenbesitzer würde sich freuen, hätte er in seinem Garten nur die Pflanzen, die man hier an den Böschungen bewundern kann. Wer einmal in dieser Gegend ist, sollte diesen Garten unbedingt besuchen.

Gleich nebenan, der Garten Müller. Ein ganz anderer Garten. Vom Eingang aus gelangt man über einen schmalen Weg auf einen Hügel. Oben angelangt fällt der Blick zuerst auf einen recht großen Naturteich. Von hier aus gelangt man dann auf eine vormals sehr große, landwirtschaftlich genutzte Wiese, in deren Mitte sich jetzt einer der vielen Gartenteile befindet. Links der Wiese ein sonniger- und rechts ein schattiger Gartenbereich. Beim Rundgang entdeckt man besonders im Schattenbereich immer neue unterschiedliche Gartenabschnitte. Langsam aber sicher wird die Weide immer mehr zur Augenweide.
Auch Harald Berger war erstaunt, was sich nach seinem letzten Besuch hier wieder so alles verändert hat.

Langsam machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Adler, wo unser Bus dann um 14:45 Uhr zum letzten Garten unserer Reise, dem Garten von Dr. Huthmann in Daxberg-Erkheim abfuhr. Der ca. 1 ha große Garten wurde von Herrn Huthmann zum größten Teil an einen steilen Hang gebaut. Herr Huthmann bot uns eine verkürzte geführte Besichtigung an - normaler Weise dauert diese rund 3 Stunden. Die Eheleute haben in über drei Jahrzehnten auf einer Fläche von ca. 1 ha einen Garten nach asiatischen Gestaltungsprinzipien angelegt. Neben heimischen Bäumen, Sträuchern und Stauden – auch viele Hosta - wachsen hier viele Pflanzen, die in unserem Klima sonst nicht gedeihen. Dazu wurden Pflanzen aus anderen Ländern eingeführt, aber auch oftmals selbst aus Samen gezogen.

In zahlreichen Führungen konnten Gartenliebhaber aus nah und fern die Komposition und die Blütenpracht dieser Gartenanlage bewundern. Der Garten ist in seiner einmaligen Art eine Bereicherung für die heimatlichen Gartenkultur und für Erkheim als Gemeinde an sich. Pünktlich zum Italienischen Buffet waren wir wieder zurück. Nach kurzer Stärkung stand heute noch die Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl auf dem Programm.

Protokoll der Jahrestagung
Fachgruppe Hosta der GdS am 04.06.2011 in Bad Wörishofen
Leitung: Joachim Tjaden

- Begrüßung der Teilnehmer durch den Fachgruppenleiter

- Dank an den Organisatoren der Veranstaltung (H. Berger). Herr Berger wurde von Frau Santo unterstützt.

- Wahl der Fachgruppenleitung

  • Leiter: Joachim Tjaden
  • Stellvertretender Leiter: Volker Lettmann
  • Kassenwart: Christa Hülsmann

Die Wahl erfolgte jeweils ohne Gegenstimmen.

- Aus dem Plenum kamen verschiedene Vorschläge zur Gestaltung unseres Internetauftrittes. Alle Mitglieder sind aufgefordert, Veröffentlichungen für die Homepage an Herrn Tjaden zu senden (e-mail: Joachim.Tjaden@gmx.de). H. Tjaden wird für die Einstellung dieser Zusendungen auf unserer Homepage Sorge tragen.

- Erneuter Vorschlag, den eigenen Garten für andere Fachgruppen-Mitglieder zu öffnen. Interessierte sollten eine kurze Beschreibung ihres Gartens nebst einigen Photos an H. Tjaden (e-mail: Joachim.Tjaden@gmx.de) senden. H. Tjaden wird die Veröffentlichung auf unserer Homepage vornehmen.

- Es wurde darum gebeten, den Fachgruppen-Mitgliedern eine aktuelle Mitgliederliste zur Verfügung zu stellen. Das ist nur möglich, wenn die Mitglieder der Veröffentlichung ihrer Daten zustimmen. Die Zustimmung vieler Mitglieder liegt bereits vor. Die übrigen Mitglieder werden diesbezüglich nochmals kontaktiert.

- Die Orte für die nächsten Jahrestagungen wurden bereits vorgeschlagen:

Jahr Ort/Region Organisator
2012 Oberlausitz H. Wurzbacher
2013 Dortmund oder Köln/Aachen Fam. Hülsmann
2014 Mecklenburg-Vorpommern Fr. Brandstädter/Fr. Fichte
2015 Amberg/Regensburg H. Wismet
2016 Münster Fam. Linnenschmidt

Nach Ende der Mitgliederversammlung ließen wir den letzten Abend in gemütlicher Runde ausklingen.

Auf dem Nachhauseweg nutzen einige noch die Gelegenheit den Garten von Herrn Vill in Oberroth zu besuchen.
Ein ca. 2.200 qm großer Garten mit einem sehr sonnigen Teil in der Mitte und weiten Schattenpartien. Im Schatten unzählige Hostas, besonders viele große, also L und XL, Sorten. Sie sind sehr ansprechend vergesellschaftet mit Farnen, Disporum und anderen besonderen Waldstauden. Besonders hat mir ein Metasequia-„Dreieck“ gefallen, das mit Hosta, Farnen, Leberblümchen etc. unterpflanzt ist. Neben Hosta hat H. Vill eine Schwäche für Panaschiertes, besonders panaschierte Gehölze, und Päonien. Die Päonien sind zusammen mit Hemerocallis und Iris im sonnigen Teil versammelt. Die Gehölze sind im Garten verteilt. Wir sind mehrmals durch den Garten gegangen und haben immer wieder etwas Neues entdeckt. Der Abstecher auf dem Nachhauseweg hat sich wirklich gelohnt.

Herzlichen Dank an Harald Berger, der für uns ein wunderschönes verlängertes Wochenende organisiert hat.
Joachim Tjaden

 

3.Hostatagung 2010 - Ahrensburg


© 2010 Joachim Tjaden

Jahrestagung der Fachgruppe Hosta
Vom 04. bis 06. Juni 2010 fand die diesjährige Jahrestagung der FG.Hosta in Ahrensburg statt.

Die Organisation für dieses Treffen übernahmen Margot Sinning und Jan Renneberg von der Regionalgruppe Hamburg. Sie hatten für die fast 70 Mitglieder ein Programm mit Gartenbesuchen, einem Vortrag über Hosta und Begleitpflanzen und dem Besuch einer Hostagärtnerei zusammengestellt, dass wohl keine Wünsche offen lies. Margot und Jan hatten das Park Hotel, das direkt am Ahrensburger Schloss liegt, ausgewählt. Viele GdS´ler kannten das Hotel noch von der Jahrestagung der GdS im Jahr 2007 und auch bei unserem Treffen blieben hier keine Wünsche offen.

Die meisten Teilnehmer reisten im Laufe des Freitags an und wurden hier von Margot Sinning und Joachim Tjaden empfangen. Aus dem gesamten Bundesgebiet reisten die Mitglieder an und nutzen natürlich diese gute Gelegenheit für Gespräche mit GdS´lern aus anderen Gegenden. Nach dem gemeinsamen Abendessen stand dann ein Vortrag von Jörg Pfennigschmidt auf dem Programm. Unter dem Titel „Hosta und ihre Begleitpflanzen bei der Gartengestaltung“ gab Herr Pfennigschmidt in seinem Bildervortrag viele Anregungen für die Gestaltung von Hostabeeten. Da er mit fast allen Bildern die Pflanzenkombinationen aus seinem eigenen Garten vorstellte, waren die Erklärungen merklich auch mit vielen persönlichen Emotionen verbunden, was dem Vortrag eine besonders schöne Note verlieh.

Nach diesem gelungenen Auftakt stand für den Samstag der Besuch von 2 Gärten und einer Gärtnerei auf dem Programm. Um 9:00 Uhr führen wir mit 2 Bussen in Richtung Jork. Über Hamburg lag noch der Frühnebel. Da sicher viele GdS´ler nicht so häufig die Gelegenheit haben große Hafenanlagen ans der Nähe zu sehen, planten Margot und Jan die Anfahrt nicht auf dem direkten Wege. Der Weg führte uns durch Hamburgs Freihafen und über die Köhlbrandbrücke, von der aus man einen eindrucksvollen Blick – der Nebel hatte sich verzogen - auf die Hafenanlagen Hamburgs hat. Weiter ging die Fahrt durch das Alte Land, vorbei an riesigen Flächen mit Apfel- und Kirschbäumen.

Auch der erste Garten den wir besuchen, liegt an einem noch heute betriebenen Obstbetrieb. Hier empfing uns Frau Behr in ihrem Garten, bei strahlendem Sonnenschein. Sie berichtete uns, dass es nicht so ganz einfach war immer wieder ein kleines Stück mehr Gartenfläche in den laufenden Obstbetrieb einfügen zu können. Aber machen wir uns mal auf den Weg durch den Garten, der direkt an einen großen gepflasterten Platz beginnt. Ein schmaler Weg führt uns vorbei an den ersten Hosta, die hier im Schatten an der Terrasse einen schönen Platz gefunden haben und sehr gut zu Geltung kommen.
Unter Schatten spendenden Bäume neben dem Haus hindurch gelangt man zu einem Weg, der sich unten an einem großen Zuggraben befindet. Der Nachbar erlaubte Familie Behr beide Hänge des Zuggrabens zu bepflanzen. Auf diese Weise war es möglich auf einer Länge von wohl rund 50 m beidseitig alle möglichen Stauden in einem eigenen Klima anzupflanzen. Ein Gartenbereich zum Wohlfühlen, nicht nur für Pflanzen.

Nach einem kleinen Imbiss und einer kurzen Fahrt erreichen wir dann den Garten von Familie Vollmers-von Borries in Stade. Von der kleinen schmalen Straße aus gelangt man direkt in den vorderen Teil des Schattengartens, oder wohl besser Waldgartens. Unter den alten, großen Bäumen gibt es viel zu sehen. Natürlich, schließlich reist hier die FG-Hosta, Hosta in allen möglichen Größen, Blattformen und Farben die man heute auf dem Hostamarkt bekommen kann. Den hinteren Teil des Gartens wollten die Besitzer uns eigentlich gar nicht zeigen. Der sei einfach nicht fertig geworden und nicht vorzeigbar. Aber das sahen wir, als wir uns dann doch in den Teil begaben, ganz anders. Vor- und hinter dem Haus ein wunderschöner Garten und ganz freundliche Gastgeber. Gut das Margot und Jan die Gartenbesitzer überreden konnten ihren Garten für uns zu öffnen.

Die letzte Station sollte dann die Hosta-Gärtnerei von Thomas Ahrens in Fredenbeck sein. Hier hatte auch ich dann nicht so viel Zeit Fotos zu machen. Und jeder kann sich vorstellen was passiert, wenn rund 70 Hostafreunde in eine Hostagärtnerei einfallen?! Weg ist aus den Köpfen der Gedanke, dass man eigentlich nur noch wenig Platz im Garten hat. Schnell füllen sich die mitgebrachten Klappboxen.
Die Gärtnerei Ahrens verführt natürlich auch jeden Hostafreund mit seiner großen Auswahl und einer sehr guten Qualität. Die Besitzer waren auf fast alles sehr gut vorbereitet. Am Eingang standen genügend Getränke, und kleine Leckereien. Welche Pflanzenmengen aber auf die Kasse zurollten, damit hatte man wohl nicht gerechnet. Auch die Busfahrer staunten nicht schlecht, als sich die Busse immer mehr mit Pflanzenkörben füllte.

Auf direktem Weg machten wir uns dann auf den Rückweg zum Hotel. Pünktlich um 19:00 Uhr war dann das Pasta Buffet eröffnet und wir konnten uns in aller Ruhe stärken. Schließlich stand heute noch ein wichtiger Termin aus. Die Mitgliederversammlung.

Am Sonntag machten wir uns dann mit eigenem PKW auf, um den Garten von Jan Renneberg zu besuchen. Er hatte an diesem Wochenende also doppelten Stress. Der Renneberg-Garten liegt am nördlichen Rand von Hamburg. In diesem Garten ist alles vereint. Man könnte sagen, ein Familien – Stauden – Gemüse – Sammlergarten. In der Mitte des Gartens ein großer Schwimmteich, in dem sich aber auch so manches Getier sehr wohl fühlt. Auch in diesem Garten fehlen die Hosta selbstverständlich nicht. Auch haben die Rennebergs daran gedacht, dass man im Garten auch Plätze für die Entspannung braucht.
Auf dem Programm hatte Jan Renneberg angegeben, dass es hier auch einen kleinen Imbiss geben würde. Von kleinem Imbiss konnte aber wohl kaum die Rede sein. So ließen wir hier bei Salaten, Braten, Kaffee, Tee und Kuchen den letzten Tag gemütlich ausklingen. Obwohl viele von uns noch lange Heimwege vor sich hatten, blieben wir doch noch recht lange bei den Rennebergs.

Herzlichen Dank Margot und Jan !!!
Joachim Tjaden.

Protokoll der Mitgliederversammlung:
Um 20:30 Uhr begrüßten Joachim Tjaden und Erwin Kreh die rund 70 Mitglieder der FG-Hosta.

Der Kassenwart, Volker Lettmann, konnte an diesem Wochenende leider nicht nach Ahrensburg kommen, da er leider in seinem Hause eine größere Baustelle hat, von der er einfach nicht weg konnte.
Joachim Tjaden bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Margot Sinning und Jan Renneberg für ihre unermüdliche Arbeit und der sehr guten Organisation dieser Tagung. Die Regionalgruppe Hamburg hatte sich für die Organisation dieses Wochenendes zur Verfügung gestellt. Da Klaus Goldbeck sich im letzten Jahr kurzfristig aus beruflichen Gründen als FG-Leiter zurückgetreten war, übernahm Margot Sinning die Planung. Jan Renneberg bot sofort seine Hilfe an, und Margot hatte mit Jan Renneberg einen guten Mitorganisator an Ihrer Seite. Für mich persönlich waren die Vorbereitungen zu diesem Treffen sehr Nervenaufreibend. Eine wirklich schlimme Zeit. Margot und Jan sagten, sie organisieren diese Tagung, und ich bekam nur zwischendurch die Meldungen, was alles schon erledigt ist. Ich saß also nur da, und brauchte nichts zu tun. Das war hart für mich. Ohne Margot oder Jan zu fragen habe ich doch noch etwas gefunden, was ich selbst tun konnte. Ich konnte zwei kleine Aufmerksamkeiten als Dankeschön (2 steinerne Pflanztröge mit kleinen Hosta) besorgen, und im Namen aller Anwesenden an Margott und Jan überreichen. Noch mal unser herzlicher Dank für das schöne Wochenende hier in Arensburg.

In Vertretung des Kassenwarts berichtete Joachim Tjaden, dass die Fachgruppe Hosta momentan 125 Mitglieder hat und sich in der Kasse der FG ausreichend Geld befindet. Joachim Tjaden schlug der Versammlung daraufhin folgendes vor: Die Fachgruppen sollen nicht zu viel Geld auf dem Konto haben. Wir hatten bei Gründung gesagt, dass jedes Mitglied 5 Euro als Obolus für die ersten 3 Jahre in die Kasse einzahlt. In 2011 sind die drei Jahre schon abgelaufen. Vorschlag: Wir sollten nicht nach 3 Jahren wieder einen Obolus in die Kasse einzahlen und einfach abwarten ob die Kasse tatsächlich irgendwann etwas aufgefrischt werden müsste, also einen Obolus erst wieder erheben, wenn tatsächlich Bedarf besteht. Die Mitglieder waren sich darüber einig, dass dies eine gute Entscheidung ist.

Als Nächstes standen der Termin und der Ort der nächsten Versammlung auf der Tagesordnung. Hierzu hatte sich schon vor einem Jahr Herr Berger gemeldet und sich für die Organisation angeboten.
Herr Berger erklärte dann kurz den Stand seiner Planung. Der angedachte Termin wird wieder das erste, oder als Ausweichtermin, das zweite Wochenende im Juni 2011 sein. Etwas südlich von Ulm hat er schon Gärten angefragt, Hotels und Tagungsräume im Blick. Voraussichtlich wird die Gärtnerei Geismeyer besichtigt. Je nachdem wie es zeitlich passt, könnte auch die Insel Mainau mit ins Programm aufgenommen werden. Die Planungen für die Tagung 2011 sind schon recht konkret und Herr Berger wird in den nächsten Monaten alles genauer durchplanen. Für eventuelle Hilfe stehen andere Mitglieder aus dem Bereich zur Verfügung.

Nach dieser positiven Meldung für das Jahr 2011 meldete sich Herr Wurzbacher zu Wort und bot sich als Organisator für die Tagung 2012 in der Oberlausitz an. Auch er hat schon viele Ideen im Kopf und wird diese jetzt konkretisieren.

Die Mitglieder schlugen weiter vor, dass mehr Mitgliedergärten im Internet vorgestellt werden könnten. Auf der Internetseite der FG-Hosta ist die Rubrik schon eingerichtet. Joachim Tjaden bat interessierte, ihm einfach Bilder und eine kleine Beschreiung ihrer Gärten zu schicken. Das Einstellen ins Internet würde er dann übernehmen.

Hier war dann auch der offizielle Teil der Versammlung zu Ende und man nutzte den Rest des Abends für angenehme und nette Gespräche.

 

2.Hostatagung 2009 - Niederlande

Jahrestagung 2009 der Fachgruppe Hosta

Ein Bericht von Joachim Tjaden

Eingeladen hatte die Fachgruppe Hosta zur Jahrestagung vom 03.07. bis 05.07.09 nach Holland. Dabei konnte Klaus Goldbeck als Fachgruppenleiter in diesem Fall die Organisation der Reise in die bewährten Hände von Klaus Knospe (Regionalgruppe WeserEms) legen. Besonders für die Fachgruppe Hosta ist Holland natürlich eine Schatztruhe, prall gefüllt mit Hosta aller Art, und das zu wohl unschlagbaren Preisen und Qualitäten. So war der Tagungsort zwischen Groningen und Winschoten wohl für alle Teilnehmer genau richtig gewählt und sollte für alle ein echtes Erlebnis werden.

Am Freitag Mittag konnten Klaus Goldbeck und Klaus Knospe 72 Stauden/Hostafreunde begrüßen, die sich nicht scheuten auch über 500 km Anreise auf sich zu nehmen. Zentral gelegen lag dann auch das Tagungshotel Van der Valk in Zuidbroek direkt an der Autobahn, und machte die Anfahrten zu den ausgewählten Gärtnereien und Gärten zwischen Eenrum und dem Staatskanal so kurz wie möglich. Fast wichtiger als die eigentliche Versammlung ist für die Staudenfreunde das Rahmenprogramm mit dem Besuch von Gärten und Gärtnereien.


Garten van Delden
© 2009 Joachim Tjaden

Der Garten van Delden
So wurde auch keine Zeit vertrödelt und nach einem kurzen gemeinsamen Mittagessen stand der lange gelbe Bus vor dem Hotel. Dieser brachte uns dann um 14.30 Uhr zu unserem ersten Garten ins nahe gelegene Oostwold. Hier empfingen uns Ricka und Piet van Delden in ihrem Tuinfleur. Ihr Garten liegt heute direkt an einem künstlich angelegten 8 km² großen See (Blauwe Stad).


© 2009 Joachim Tjaden

Der etwa 4.800 m² große Garten ist ein absolutes Muss für jeden Gartenfreund. Würde man einem Gartenfreund ein solches Grundstück mit einer Breite von nur knapp 13 m und einer Länge von rund 400 m anbieten, käme sicher nicht gleich Begeisterung auf. Aber was für einen Prachtgarten man aus einem solchen Grundstück machen kann, zeigen Ricka und Pit van Delden. Das lange Grundstück ist von Hecken umgeben, die auch zur Unterteilung des Gartens in ganz unterschiedliche Gartenräume dienen. Allein diese endlosen Hecken dürften die Gartenbesitzer wohl so manche Stunde Arbeit bereiten.
Das war trotz der über 30° ein gelungener Auftakt.


Die Kleine Plantage
© 2009 Joachim Tjaden

Die Kleine Plantage
Schon früh am Samstagmorgen war Abfahrt nach Eenrum. Hier liegt in einem kleinen Dorf eine Gärtnerei, die bei uns als De Kleine Plantage sehr bekannt ist.


Die Kleine Plantage
© 2009 Joachim Tjaden

Hier finden Staudenfreunde, was das Herz begehrt. Aber es würde sich nicht um eine von Klaus Knospe organisierte Fahrt handeln, wenn nicht hier noch eine besondere Überraschung auf uns warten würde. Nachdem Klaus Knospe mit der Planung der Tagung begann, nahm er sofort Kontakt zur Hosta-Vereinigung auf, die zum ohnehin schon sehr guten Sortiment der Kleinen Plantage mit ihrem Verkaufsstand unsere Herzen höher schlagen ließ. Und das sind sie schon, über 70 Staudenfreunde, die sich natürlich sofort ans Stöbern machten. Hier wurde wohl jeder fündig. Die Hosta-Vereinigung unterhält auch eine sehr informative Homepage, die unter http://www.hostavereniging.nl/ zu erreichen ist. Wer hier noch nicht genug Informationen findet, kann sich unter http://www.hostalibrary.org/ noch weiter informieren. So wanderte dann auch so manch prall gefüllte Tüte in den Bus. Und auch damit hatte Klaus Knospe gerechnet und für alle Mitfahrer Namensaufkleber für die Tüten zur Hand.


© 2009 Joachim Tjaden

Wer nach den Einkäufen an den Hostaständen dann in die eigentliche Gärtnerei kam, fand auch hier so manche Kostbarkeit. Es ist schon ein kleines Schauspiel, wenn man sich mit seinem Fotoapparat auf Motivsuche macht. Es gibt hier wohl niemanden, der nicht in den Pflanzen herumstöbert, und auch wohl niemanden, der ohne die Gärtnerei verlässt.

Stone Farm
Nach etwas über 2 Stunden war dann aber leider schon Abfahrt in Richtung Stadskanaal, wo wir gegen 13:30 Uhr den Garten von Familie Scheltens erreichten. Nicht ohne Grund trägt dieser Garten auch den Namen „Stone-Farm“.


© 2009 Joachim Tjaden

Holland ist nicht gerade bekannt für größere Mengen Urzeitsteine. Bei der Menge von großen Steinen kaum zu glauben, dass die Besitzer diese alle aus der näheren Umgebung ausgegraben haben. Der Garten liegt etwas abgelegen zwischen Wiesen und Feldern und bietet auf seinen rund 20000 m² viele sehr schöne Eindrücke.


© 2009 Joachim Tjaden

In die sehr schöne Gartengestaltung des Hauptgartens fügten die Besitzer die zumeist riesigen Steine ein. Und immer wieder finden sich Kunstgegenstände, die liebevoll gestaltet das Bild abrunden.
Besonderes Interesse, und wie sollte es für die Fachgruppe Hosta auch anders sein, weckte hier die unter großen Bäumen gelegene Hostpflanzung.


Garten Lourens
© 2009 Joachim Tjaden

Garten von Be`en und Linda Lourens
Und bevor wir am späteren Nachmittag zur Tagung der Hostagruppe zurückfuhren, machen wir noch einen Abstecher in den nahe gelegenen Garten von Familie Be`en und Linda Lourens, ebenfalls in Stadskanaal.


Garten Lourens
© 2009 Joachim Tjaden

An das Haus, welches direkt am Hauptkanal liegt, grenzt ein ca. 2.500 m² großer Stadtgarten mit vielen Besonderheiten. Und das war nicht nur der Garten, sondern eine kleine Nische an der Terrasse, wo unsere geschulten Augen sofort Hosta in Töpfen entdeckten und zur Freude vieler tatsächlich zum Verkauf angeboten wurden. Und auch da blieb nicht viel stehen. Auf verschlungenen Wegen können wir hier einen liebevoll angelegten Garten erkunden. Und auch hier fehlt es nicht an einem etwas tiefer gelegenen Wasserbereich, der sich wie eine Schlucht durch einen Teil des Gartens zieht. Und Linda Laurenz scheute sich auch nicht direkt aus dem Garten Pflanzenteile abzustechen, und damit viele Wünsche nach Ablegern zu erfüllen.

Die Sitzung
Aber jetzt wurde es wirklich Zeit für uns. Für 17:30 Uhr war in unserem Hotel der Sitzungssaal gebucht, und schließlich sind wir ja nicht nur zum Spaß nach Holland gekommen. Über den ganzen Tag herrschte bei den kleinen Kaffeepausen in den Gärten schon etwas Unruhe. Da war die Rede davon, dass Klaus Goldbeck heute von seinem Amt aus beruflichen Gründen zurücktreten werde. Ich wusste vom geplanten Rücktritt schon gleich nach der Ankunft am Freitag, als mich Klaus Goldbeck bat die Homepage der Fachgruppe zu übernehmen, was ich natürlich gern zusagte. Aber die Unklarheiten sollten sich schnell aufklären.

Fachgruppenleiter Klaus Goldbeck begrüßte die anwesenden Mitglieder und seinen Stellvertreter, Volker Lettmann, sowie den Kassenwart Erwin Kreh und kam dann direkt zum Hauptthema des Tages.
Nachdem er der Versammlung mitgeteilt hatte, dass er aus beruflichen Gründen nicht länger Fachgruppenleite sein könne, ließ er erst gar keine Unruhe aufkommen und stellte seinen möglichen Nachfolger vor. Mich! Nicht nur, dass ich Hosta-Fachgruppenleiter werden sollte, konnte ich ohne Gegenkandidaten Einstimmigkeit erzielen. Klaus Goldbeck wird nun in den nächsten Tagen alle Unterlagen auf den neuesten Stand bringen, und ich werde dann ab 01.08.2009 mein Amt antreten. Damit war der Weg frei für Erwin Kreh, der als Kassenwart nur Positives zu berichten hatte.

Wichtiges weiteres Thema war der nächste Termin für die Jahrestagung 2009, welchen wir dann auf den 28. bis 30.05 festlegten. Als Ausweichtermin sollte das darauf folgende 1. Juniwochenende dienen.
Angedacht ist die Tagung 2010 im Raum Hamburg stattfinden zu lassen, wo es wohl nach Ahrensburg gehen wird. Die Bitte der Mitglieder hier auch einen Referenten zum Thema Hosta einzuladen, werden wir gern folgen. Auch wollten die Mitglieder im nächsten Jahr gern einen Pflanzentausch, oder eine Versteigerung organisiert wissen, was sicher keine größeren Probleme bereiten dürfte. Alles Nähere zur nächsten Tagung werden wir natürlich so rechtzeitig wie möglich im Internet bekannt machen.

Nach etwa 1 Stunde war der offizielle Teil vorbei und Klaus Goldbeck konnte die Versammlung schließen.

Natürlich möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Klaus Goldbeck, der auch die Idee zur Gründung hatte, für seine Arbeit seit Gründung der Fachgruppe Hosta bedanken und wünsche Ihm, dass ihn seine Arbeit nicht allzu lange von wirklich schönen Dingen, den Stauden, abhalten mag.

Nun hatten wir uns alle das Abendessen redlich verdient. Als Ausklang des Tages besetzten wir noch die Terrasse des Hotels, wo sich dann noch einige Eisbecher und Weingläser auf unsere Tische verirrten.


De Westwolde Lelie
© 2009 Joachim Tjaden

De Westerwoldse Lelie
Und schon war es Sonntag. Vor dem geplanten Abschlussessen stand am Vormittag noch ein Gartenbesuch auf dem Programm. Um 8:45 Uhr machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Stadskanaal. Hier besuchen wir den Garten "de Westerwoldse Lelie" von Wessel und Lineke Lourens, Jipsinghuizen.


De Westwolde Lelie
© 2009 Joachim Tjaden

Nahe der deutschen Grenze liegt hinter dem Haus ein großer Garten, der vor 8 Jahren entstanden ist. Die vielen, schon recht großen Gehölze und die eingewachsenen Teichanlagen lassen den Garten jedoch älter erscheinen. Neben einem sehr großen Bestand an Hosta finden sich hier auch Hemerocallis in allen Farben und Formen.

Ein sicher guter Abschluss für eine Tagungs- und Gartenreise. Nach dem holländisches Buffet und damit auch dem Ende der Hosta-Tagung 2009 kann ich wieder einmal feststellen, dass die Regionalgruppe WeserEms stolz sein können, Brigitte und Klaus Knospe in ihrem Reihen zu haben, die nicht nur die Lust haben solche Reisen zu organisieren, sondern auch immer eine sehr glückliches Händchen bei der Auswahl der Gärten und Gärtnereinen haben. Herzlichen Dank dafür.


© 2009 Joachim Tjaden

Und wer ist nun der neue Fachgruppenleiter ?
Ich heiße Joachim Tjaden, bin 1956 in Wilhelmshaven geboren, und seit nunmehr fast 34 Jahren verheiratet. Neben meinem Beruf als Elektroniker engagiere ich mich seit einigen Jahren in drei Bürgerinitiativen, für den BUND, LBU, den Tierschutz, und bin Gründungsmitglied der Fördervereine Rosarium- und Botanischer Garten Wilhelmshaven, um nur einige zu nennen. Vor einigen Jahren brachte meine Frau einen Flyer der GdS mit und wir sahen uns einen Garten von GdS-Mitgliedern an. An diesem Tag wurden wir Mitglied der GdS, und aus unserem Garten wurde was er heute ist, tatsächlich ein Garten. Zu sehen unter: www.tjaden-garten.de. Zu erreichen bin ich unter (04421) 502858 (nach 16:00 Uhr) oder einfacher unter www.joachim.tjaden@gmx.

 

1.Hostatreffen 2008 - Braunschweig/Gifhorn


Herrenhaus Volkse
© 2008 Beppo Zschader

Am 21. und 22. Juni 2008 hat unser "1. Hostatreffen" im Raum Braunschweig/Gifhorn stattgefunden.

Wir haben uns ab 12 Uhr zum Mittagessen am Hotel Herrenhaus Volkse getroffen. Um 13 30 Uhr fuhren wir zur Hosta-Gärtnerei "Blattgrün" in Wendeburg. Eine riesige Hostaauswahl hat uns alle begeistert. Als unerwartete Überraschung gab es Erdbeeren mit Sahne.

Gegen 16 Uhr ging es weiter zum Garten von Hannelore und Georg Thiem in Leiferde. Wir hatten genug Zeit um den Garten mit Hosta, Farnen und vielen weitern Pflanzen wie Fuchsien und Duftpelargonien in Ruhe zu bewundern.

Anschließend fand im Hotel die Wahl des Fachgruppenleiters, des Stellvertreters und des Kassenwarts statt. Alle wurden einstimmig für 3 Jahre gewählt. Nach der "Arbeit" gab es ein Büfett im Hotel und auf der überdachten Terrasse.


© 2008 Klaus Goldbeck


Gärtnerei Blattgrün
© 2008 Klaus Goldbeck


© 2008 Klaus Goldbeck


© 2008 Klaus Goldbeck


Garten Thiem
© 2008 Thiem Georg


© 2008 Klaus Goldbeck


© 2008 Klaus Goldbeck


Garten Lange
© 2008 Klaus Goldbeck

Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück um 9 15 Uhr in 3 Gruppen zu den Gärten von Elke und Berndt Lange in Leiferde, von Giesela und Herbert Mollenhauer in Isenbüttel und von Marianne und Ruprecht Sinnhuber in Gifhorn gefahren.


© 2008 Klaus Goldbeck

Der Garten von Elke und Berndt Lange in Leiferde: neben Hosta gibt es englische Rosen und eine große Pflanzenvielfalt zu bewundern.


© 2008 Joachim Tjaden

Garten von Marianne und Ruprecht Sinnhuber in Gifhorn: es ist ein Hausgarten mit alten und englischen Rosen und einer dazu farblich abgestimmten Staudenvielfalt.


Garten Sinnhuber
© 2008 Klaus Goldbeck


© 2008 Joachim Tjaden


© 2008 Joachim Tjaden


Garten Mollenhauer
© 2008 Klaus Goldbeck

Isenbüttel, der "stimmungsvolle Schattengarten" von Giesela und Herbert Mollenhauer.


© 2008 Klaus Goldbeck


© 2008 Joachim Tjaden