Aktivitäten

Gartenreise Frankreich - September 2020

Mit aha-Gartenreisen aus Brüggen/Nettetal haben wir eine Gartenreise zusammengestellt mit dem Schwerpunkt „Dahlien“:

Gartenreise nach Frankreich – Genießen wie Gott in Frankreich
Dahlienvielfalt, Gartenfestival Chaumont und die schönsten Schloss- und Küchengärten.

1.Tag - Dienstag, 15.09.2020
Renaissance der Dahlien – ein Blütenfeuerwerk!
Ein rauschendes Fest für die Dahlie zum Auftakt! Nach einer entspannten Anreise und Einstimmung ist Le Parc Floral de Paris, einer der Botanischen Gärten von Paris am Schloss Vincennes unser erstes Ziel. Der Chefgärtner Christophe Kneblewski betreut die bedeutende nationale Dahliensammlung (Le Conservatoire des collections végétales spécialisées, CCVS) und führt durch die Formen- und Farbenvielfalt des Schaugartens. Zur Zeit erlebt die faszinierend vielseitige Dahlie (Dahlia)in unseren Gärten eine wahre Renaissance. Im klassischen Blumenbeet, in wilden Gräsergärten, der Staudenrabatte, als Kübelpflanze, im dekorativen Küchengarten, in Begleitungvon blattschmücken den Exoten und in herrlich barocken Blumen-Bouquets. Die farbenfrohen Korbblütler aus Mexiko verwandeln Gärten, Beete und Balkone in malerische Blütenmeere. Inspiriert durch eine überraschende Sortenvielfalt beschließen wir den Reisetag mit einer lebendigen Stadtrundfahrt durch das spätsommerliche Paris sowie einem Abendessen.

2.Tag - Mittwoch, 16.09.2020
Vom Zauber mittelalterlicher Gärten
Auf unserer Reise in das Tal der Loire liegt am Wegesrand ein feines Garten-Kleinod:
Le Jardin médiéval de Bois Richeux. Nach der Restaurierung eines der ältesten Landhäuser Frankreichs mit keltischen Wurzeln, rekonstruierten Alix und Hubert Mourot im geschützten Innenhof einen mittelalterlichen Garten. Inspiriert durch urkundliche Beschreibungen aus den Archiven der Notre-Dame de Chartres (1234), konzentrierten sich die beiden Gartenliebhaber auf ursprüngliche Gestaltungselemente wie eine formale architektonische Form, dekorative Flechtzäune, alte Pflanzensorten, Heilpflanzen, Aromakräuter sowie ein natürliche Ästhetik. Entstanden ist ein stimmungsvoller Garten einer längst vergangenen Epoche, die die Fantasie beflügelt wie kaum eine andere.

Nicht weit ist es bis Chartres, doch vor der Kathedrale besuchen wir noch den Jardin d`Horticulture. Ein weiteres Highlight die Kathedrale Notre-Dame, das „Urbild“ der Hochgotik und seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe. Schließlich fahren wir weiter nach Tours (Hotelstandort), unser Quartier für die nächsten Tage. Die bezaubernde Hauptstadt der Touraine liegt mitten im Herzen des atemberaubend schönen Loire – Tals. Spaziergänge durch die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Gassen, kleinen Bistros und Cafés bieten sich nach dem Abendessen an den lauen Spätsommerabenden immer an.

3.Tag - Donnerstag, 17.09.2020
Von zeitgenössischen Gärtnern, Künstlern& Floristen
Zwischen Tours und Blois entdecken wir eine kleine Oase, die Domaine de Chaumont-sur-Loire. Jedes Jahr öffnet das Schloss von April bis Ende November zum Internationalen Gartenfestival. In der 32 Hektar großen Parkanlage des Landgutes gestalten internationale Landschaftsgärtner, Künstler und Architekten überraschende, provozierende, berührende oder nachdenklich stimmende Themengärten. Ausstellungen und Installationen zeitgenössischer Kunst ergänzen die Gartenschau. Den späten Nachmittag verbringen wir im kleinen Renaissance – Schloss Château de Chenonceau, idyllisch gelegen am Loire-Nebenfluss Cher. Das „Damenschloss“ mit exquisiten Möbeln, Wandteppichen und Meisterwerken der Malerei, erzählt die tragischen Geschichten von Louise von Lothringen, Katharina von Medici und ihrer Nebenbuhlerin Diana von Poitiers. Die französischen Gärten mit geometrischen Blumenbeeten, formierten Eiben und Buchsbäumen, Lavendel, Rosen und Springbrunnen laden zum Flanieren und Entdecken ein. Der üppig blühende Schnittblumengarten, das Atelier Floral ist die Quelle des Schloss – Floristen Jean-François Boucher, der aus der Fülle an Rosen, Iris und Dahlien Blumenbouquets kreiert, die die Schönheit der Salons im Schloss auf spektakuläre Weise unterstreichen.

4.Tag - Freitag, 18.09.2020
Ein dekorativer Küchengarten par excellence
Die Schlossgärten des Château de Villandry sind die Inspirationsquelle für dekorative Küchengärten der heutigen Zeit. Perfekte Symmetrie, Schachbrettmuster aus Gemüse und Sommerblumen, duftende Kräutergärten mit einer Fülle aus Gewürz- und Heilpflanzen. Den besten Blick auf die berühmtesten, in Terrassen angelegten Gärten des Loire – Tals  bietet das Belvedere. Ein ästhetisches Gesamtkunstwerk mit romantischen Rosenlauben. Der Großvater des heutigen Schlossherrn Henri Carvallo rekonstruierte den Potager (frz. Küchengarten) Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen aus dem 16. Jahrhundert. Seine Schönheit liegt in der Symmetrie und Harmonie. Der Küchengarten diente früher vor allem als Obst- und Gemüsegarten zur Versorgung der herrschaftlichen Küche mit Gemüse, Früchten, Kräutern und Heilpflanzen. Anschließend fahren wir entlang der Loire durch den regionalen Naturpark Loire-Anjou-Touraine nach Angers. Mit ihrer unberührten Schönheit verzaubert die Loire mit Inseln und Sandbänken sowie vielen Pflanzen- und Tierarten. Auf kultivierten Böden gedeihen die Trauben für die erlesenen Weine des Val de Loire, die einst über den königlichen Fluss, einem der damals wichtigsten Handelswege, vertrieben wurden.
Die großartige Dahliensammlung La Féerie des Dahlias, Terra Botanica in Angers, mit rund 10.000 Arten und Sorten ist unser nächstes Ziel. Besondere Aufmerksamkeit erfahren die Sorten des berühmten französischen Dahlienzüchters Ernest Turc, dessen Familie sich nunmehr bereits in 5. Generation der farbenprächtigen Sommerblume verschrieben hat. Auf dem Rückweg nach Tours besuchen wir einen Weinkeller im Val de Loire und verkosten berühmte Weine der Region.

5.Tag - Samstag, 19.09.2020
Verrückt nach Farben und Aromen – der Gärtnerprinz!
Heute besuchen wir die Gärten des Schlosshotels Château de la Bourdaisière. Der Schlossherr Louis Albert de Broglie, ein begeisterter Gartenliebhaber – auch als Gärtnerprinz, „Prince jardinier“ bekannt – kultiviert in seinem Küchengarten mittlerweile fast rund 700 Tomatensorten – die Nationale Sammlung der Tomaten (Conservatoire nationale de tomates). 2012 engagierte er den zeitgenössischen Gartenarchitekten Louis Benech zur Gestaltung eines modernen Dahliengartens Le Dahliacolor. Heute wachsen in dem neuen Areal eine Vielfalt von rund 5000 Knollenpflanzen in 400 verschiedenen Arten und Sorten.Nun heißt es Abschied nehmen von der Loire und wir reisen zurück gen Paris. Am Weg liegt ein malerischer Küchengärten, der Potager an der Domaine du Château de Beauregard. Der 2 Hektar große Nutzgarten aus dem 17. Jahrhundert ist von alten Mauern umgeben und durch zentrale Wege in vier Teile gegliedert. Apfel-und Birnenkordons säumen die gemischten Beete aus Obst, Gemüse und zierenden Stauden und Sommerblumen wie Dahlien, Astern, Herbstanemonen. Im Herbst bieten Ausstellungen zur Lagerung und Konservierung einen Einblick in die Arbeit der Gärtner. Weintrauben wurden hier früher bis Weihnachten mit dem sogenannten Thomery-System frisch gehalten.Wir übernachten erneut in Paris.

6.Tag - Sonntag, 20.09.2020
Im Rausch der Farben und Formen
Mit vielen Eindrücken und Inspirationen beschließen wir unsere Gartenreise nach Frankreich. Auf der Rückfahrt besuchen wir einen letzten Garten zum Abschied: Die belgische Dahliensammlung an der Domäne Vordenstein. Ein letzter Rausch der Farben und Formen! Le Dahlia, toutfeutout flamme! Bon voyage!

Detailinformationen bei Bettina Verbeek oder Peter Garz von www.aha-Reisen.de

 

Jahrestreffen in Straelen/Niederrhein - August 2020

Liebe Mitglieder der Fachgruppe „Dahlien“ und „Fuchsien und Kübelpflanzen“!

2020 findet das Jahrestreffen schon Ende August statt. Wir haben den frühen Termin gewählt, weil für Mitte September noch eine Dahlien-Gartenreise nach Frankreich geplant ist. Das Treffen findet statt vom 27. bis 30. August 2020 am schönen Niederrhein in der Gartenbaustadt Straelen. Umgeben vom ländlichen Raum mit vielen Gewächshäusern und Ackerflächen liegt diese Kleinstadt idyllisch in der Nähe der Holländischen Grenze. In Straelen haben wir im Hotel „Straelener Hof“ ein Zimmerkontingent gebucht, wo sich bitte jeder selbst anmelden möge bis spätestens zum 30. Juni 2020!

Das Anmeldeformular für das Jahrestreffen (nicht für das Hotel!) finden Sie hier auf der Seite rechts zum Download.

Wir beginnen unser Treffen am Donnerstag, den 27. August und möchten dann für Interessierte gleich die Nähe zu Holland nutzen und mit Privatwagen nach Lottum fahren, um den Garten der Familie Verheggen zu besuchen. Vielen ist dieser Garten ein Begriff; wer schon mit uns auf Reisen nach England oder in die Niederlande war, kennt diesen Garten. Es ist einer der wenigen Gärten, wo gekonnt und eindrucksvoll sehr viele (ca. 150 Sorten) Dahlien mit Stauden und Gräsern kombiniert wurden. Für Dahlien und Staudenfreunde eigentlich ein Muß!

Am Abend dann das gemeinsame Abendessen im Hotel „Straelener Hof“.

Der nächste Tag, Freitag, der 28. August beginnt sehr früh!
Die Nähe zu den Niederlanden und die große Ansammlung gartenbaulicher Betriebe hat schon im Jahre 1910 dazu geführt, dass eine genossenschaftliche Absatzmöglichkeit geschaffen wurde. Heute nennt sich dies die „Veiling Rhein-Maas“, auch bekannt unter dem Namen „Landgard“. Veiling ist das holländische Wort für Versteigerung. Diese Versteigerung der Gartenbauprodukte wollen wir uns ansehen in der großen Halle in Straelen-Herongen. Dazu müssen wir jedoch früh aufstehen, denn diese Versteigerung findet in aller Frühe morgens statt, damit die Produkte dann schnellstmöglich zu den Gartencentern und Geschäften transportiert werden können und frisch dort ankommen. Die Besichtigung ist für 6:30 Uhr geplant, das heißt aus dem Bett in den Bus! Frühstück gibt es dann um 9:00 Uhr im Hotel. Dies ist auf jeden Fall eine einmalige Gelegenheit, vor Ort zu erleben, wie die Preise für Schnittrosen oder Salat zustande kommen und wie es dann weiter geht, wenn sie verkauft sind. (https://www.veilingrheinmaas.com)

Nach dem ausgedehnten Frühstück sind wir dann gestärkt für den Besuch der LaGa in Kamp-Lintfort. Das LaGa-Gelände wurde gestaltet auf dem ehemaligen Zechengelände von Kamp-Lintfort. Einige Gebäudeteile stehen noch: zwei Fördertürme, die als Aussichtstürme fungieren sowie andere Zechengebäude, in denen u.a. ein Lehrstollen mit Museum und Gastronomie untergebracht ist. Das halbmondförmige Gelände wurde mit Hügeln und vielen Bäumen sehr schön modelliert und mit gärtnerisch interessanten Wechselflorflächen durchsetzt, für deren Gestaltung die uns schon sehr bekannte Planerin Christine Orell zuständig ist.

Zum Gartenschaugelände hinzu gesellt sich der Park des historischen Zisterzienser Klosters Kamp mit Terrassengarten, Barockgarten und historischem Garten. (https://www.kamp-lintfort2020.de/landesgartenschau/die-parks/)

Den Tag abrunden möchten wir mit einem Besuch der Gärtnerei Diamant in Rumeln-Kaldenhausen. Pflanzenfreunden bekannt ist diese Gärtnerei durch ein besonderes Arboretum und durch Staudenkulturen für Spezialisten. (http://www.stauden-diamant.de)

Bei einem gemeinsamen Abendessen im Hotel lassen wir den Tag Revue passieren und tauschen die verschiedenen Erfahrungen aus.

Am Samstag, den 29. August widmen wir uns ganz der Niederländischen Gartenkultur. Nicht weit über die Grenze, ca. 50 km, machen wir einen Ausflug zu den Gärten von Appeltern. Über 200 Schaugärten sind auf 22 ha angelegt und die nationale Staudensichtung der niederländischen Staudengärtner ist auch dort zu besichtigen. Es gibt sehr viel zu entdecken auf diesem Gelände, daher nehmen wir uns dafür den ganzen Tag Zeit. (https://appeltern.nl)

Gerade an diesem Wochenende findet in den Niederlanden ein Dahlienspektakel statt. Diese Chance möchten wir nutzen und noch dem Garten „de Boschhoeve“ einen Besuch abstatten. Er liegt seitlich von Arnheim, also recht nah bei den Gärten von Appeltern.

Da wir in dem Hotel mit Halbpension untergebracht sind, genießen wir auch an diesem Abend die gute Niederrheinische Küche des Hotels „Straelener Hof“.

Am Sonntag, den 30. August heißt es dann schon wieder Abschied nehmen. Doch für Interessierte gibt es noch einige lohnenswerte Ziele in der Umgebung:

  • Der Privatgarten von Bärbel Schröder in Kerken Eyll (interessante Gehölze, Stauden und Dahlien) kann nach Absprache besichtigt werden.
  • Ein Besuch des Wallfahrtsortes Kevelaer mit Besuch im Privatgarten von Christian Gerth (Rosen, Stauden und Dahlien)
  • empfehlenswert auch ein Besuch des Grugaparks in Essen