Startseite | Mitglieder-Forum | Impressum
über den Verein   Fachgruppen   Publikationen   über Stauden   Aktuelles   Kontakt   
Veranstaltungen   Regionalgruppen   Samentausch   Projekte   Offene Gärten   Links   
Regionalgruppe Bonn / Köln
Berichte und Ausflüge
Reise in die Normandie
Reise zum Kaiserstuhl 2010
Reise nach Thüringen und Sachsen-Anhalt vom 17. bis 20. Juni 2010
Botanische Wanderung am 31. Mai 2008 zu Kalkmagerwiesen, Hilltopping-Plätzen und Wacholderheiden in der Eifel
Reise der Bonn-Kölner Staudenfreunde nach England vom 26. bis 30 Juni 2008
Gartenreise nach Belgien
Werbe Veranstaltung für die GdS am 10. September 2006
zum Tag des offenen Denkmals in der Abtei Brauweiler
Wanderung im Naturschutzgebiet Rodderberg
Gartenbesuch bei Dr. Christoph Rohlfs
Reisebericht ZEELAND
Veranstaltungen
Reise in die Normandie vom 2. bis 6. Juni und vom 16. bis 20 Juni 2011
 

Blick über das Entree zum Schloss Maizicourt
Foto © 2011 Helga Panten



Links: Klein, zierlich und energiegeladen steht Catherine Guevenoux vor den Staudenfreunden; rechts: Der Garten mit dem Taubenhaus
Foto © 2011 Helga Panten

Klein, zierlich und energiegeladen steht Catherine Guevenoux auf dem Gartenstuhl, um eine rasche Einführung in ihre Gärten, die Jardins Maizicourt zu geben, denn die Bonn/ Kölner Staudenfreunde sind ungeduldig. Nach einigen Stunden Bus-Fahrt brennen sie darauf, ihren Garten zu sehen und das was sie bereits durch das prächtige Portal erspäht haben, erscheint perfekt. Gleich zweimal im Abstand von vierzehn Tagen musste sie diese Einführung absolvieren. Nach der ersten Gruppe, die vom 2. bis 6. Juni 2011 in die Normandie unterwegs war, machte sich vom 16. bis 20. Juni die zweite auf, wiederum geleitet von Peter Ruhnke.
Als Unterbrechung auf der Fahrt in die Normandie bietet sich der 8 ha große Garten nördlich von Amiens einfach an, der sich rund um das Schloss aus dem 18. Jahrhundert erstreckt. Sie habe versucht, Bereiche zu schaffen, die sie an ihre Kindheit erinnern, erklärt Madame Guevenoux. Aber zu dem Schlösschen passt auch nichts besser als die Gartenräume voll nostalgischen Charmes.


Von Buchs gefasste Beete voller Rosen und Stauden rahmen das Schloss-Entree
Foto © 2011 Helga Panten

An barocke Gärten erinnert die Raumfolge entlang der zentralen Mittelachse. Zum Auftakt der Ehrenhof vor dem Schloss, in dem Rosenbögen und von Buchs gefasste Beete voller Rosen und Prachtstauden den Blick lenken.
Auf der Gartenseite ein grüner Teppich, das "Rasenparterre", gefasst von einem rosaweißen Saum mit mächtigen Rodgersien vor Rhododendren, Magnolien und Cornus im Schatten und gelben Tönen in der Sonne, wo Taglilien, gelbgrüne Hosta, gelblaubige Berberitzen und Buchsbaumkugeln dominieren. Dahinter der ruhige Hain, das Boskett, das hinüber führt in die Landschaft. Eine zweite seitliche Achse zieht vorbei an Teich und Labyrinth zur Buchsbaumallee, einem "Gehölzborder" aus Ginster, Rosen, Spireen, Buddleia, Flieder und Cornus-Arten, die hier einen Duft- und Blütentanz aufführen. Hübsch auch der Obstgarten mit zentraler Rosen- und Staudenpergola, der kleine geschlossene Garten mit dem Tau-benhaus sowie die Gärtchen vor dem kleinen Kavaliershaus, die mit Farben spielen. Es gab viel zu entdecken.

Das Glasfenster von Georges Braque in der Friedhofskapelle von Varengeville
Foto © 2011 Helga Panten
 
  
St. Valery an Caux bot der ersten, Dieppe der zweiten Gruppe behagliches Quartier. Von dort ging es am nächsten Morgen nach Varengeville sur Mer. Die erste Stippvisite galt dem kleinen Friedhof des Ortes, der direkt auf den Klippen gelegen, einen phantastischen Blick über Steilküste und Meer bietet. Der Maler und Bildhauer Georges Braque hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Die Friedhofskapelle be-eindruckte die deutschen Besucher mit einem Glasfestern aus seiner Hand.


Das Herrenhaus Bois de Moutier
Foto © 2011 Helga Panten

Gleich nebenan wartete der 12 ha große Jardin du Bois de Moutier auf die Staudenfreunde. Guillaume Mallet schuf den Garten 1898 in Zusammenarbeit mit dem berühmten englischen Architekten Sir Edwin L. Lutyens und der Gartengestalterin Gertrude Jekyll, die hier die ersten Mixed Borders in Frankreich anlegte. Entsprechend englisch ist auch die Atmosphäre, die Haus und Garten ausstrahlen. Sie sind noch immer im Besitz der Familie Mallet.


Lebhafte Diskussion über die Borders im Jardin de Bois de Moutier
Foto © 2011 Helga Panten

Zum Auftakt lehnen sich grüne Gartenzimmer und Höfe an das Haus an, erweitern es gleichsam nach außen. Mauern und streng geschnittene Hecken fassen den weißen Rosengarten ein, geben den Borders Halt, die in Blau- und Purpurtönen der Iris, Allium, Katzenminze und Storchschnabel schwelgen. Dahinter ragt die dunkelgrüne Architektur mächtiger Eiben wie Türme zwischen Rosen und Magnolien auf.

Oben: Die Stämme der uralten Rhododendron; unten: Im Waldgarten überraschen immer wieder neue Szenen
Foto © 2011 Helga Panten
 
  
Wer die grünen Zimmer rund um das Herrenhaus durchschritten hat, wandelt über großzügige, sanft abfallende Rasenflächen hinein in den Waldpark. Das Haus scheint von hier aus fern und entrückt auf dem Hügel zu thronen. Im Waldpark unterm Schirm alter Eichen wechselt das Bild von Lichtung zu Lichtung. Mal dominieren Japanische Azaleen, dann Bambus, blaue Hortensien, chilenische Eucryphias, Farne oder Schildblätter (Darmera). Vielleicht am eindrucksvollsten sind die uralten Rhododendren, die bis zu 10 m hoch reichen. Der für diese Region ungewöhnliche saure Boden macht ihr vitales Wachstum möglich.


Viele Hände halfen mit die mittäglichen Picknicks vorzubereiten
Foto © 2011 Helga Panten

Draußen vor dem Park nahm währenddessen bereits das Picknick Gestalt an, denn die Zeit war viel zu kostbar, als dass man sich mittags zu einem französischen Menu niedergelassen hätte. Viele Hände halfen mit, Rilette und Schinken, Pasteten und Käse, Cornichons, Tomaten, Radieschen und Baguette aufzuschneiden und zu drapieren. Alles liebevoll eingekauft und organisiert von Manfred Jablonski, dem Busfah-rer der ersten Gruppe, und von Peter Ruhnke und seinen Helfern bei der zweiten Tour. Natürlich fehlte auch das Schlückchen Rotwein nicht, nach dem es sich gut zum nächsten Programmpunkt starten ließ.

Hübsch mit Blumen geschmückt erleben die Staudenfreunde Schloss Miromesnil
Foto © 2011 Helga Panten
 
  
Guy de Maupassant wurde hier geboren, erfahren die Staudenfreunde beim Besuch von Schloss und Park Miromesnil in Tourville-sur-Arques. Ein Blick in die alte Kapelle, eine Stippvisite ins hübsch mit Blumen geschmückte Schloss und dann geht es hinein in den Küchengarten, das eigentliche Ziel des Besuches. Die Kombination von Blumen und Gemüse soll von hier aus ihren Siegeszug angetreten haben. Das Schloss Miromesnil wurde im 16. und 17. Jahrhundert gebaut. Die Anfänge der Gärten reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. 1938 erwarb die Familie Vogüé das Anwesen. Simone de Vogüé begann nach dem Krieg Blumen mit Obst und Gemüse zu mischen. Heute ernährt der Garten wie eh und je die Schlossbewohner und erfreut zugleich das Auge.


Artischocken, Porree, Kohl und Salat geordnet in Reihen und gesäumt von blühenden Stauden
Foto © 2011 Helga Panten

Auf vier Quadraten – jeweils durch Rasenstreifen getrennt - gedeihen Blumen, Obst und Gemüse. Die Hauptallee dazwischen begleiten Mixed Borders, auf denen sich Stauden wie Aruncus, Zierlauch, Nepeta und Heuchera in vielen Farben und Höhen mischen. An den alten Mauern ranken Clematis in rund 200 Sorten. Rittersporn und Rosen wachsen zwischen dem Spalierobst. Neben all dem bunten Blühen stehen Artischocken, Porree, Kohl und Salat streng geordnet in Reihen. Ein wirklich hübscher Kontrast zwischen Vergnügen und Nützlichkeit.


Links: Alexandre Thomas begrüßt die Bonn/Kölner Staudenfreunde; rechts: Auch ein schmaler Gang wird mit den richtigen Pflanzen zum Gartenraum
Foto © 2011 Helga Panten

Chateau Bosmelet in Auffay, kann damit nicht recht mithalten. Das trockene Frühjahr ist Schuld, dass Einjährige und Gemüsepflanzen noch nichts her machen, auch wenn der Charme des Schlossherrn die Staudenfreunde einnimmt. Die zweite Gruppe hat daher nicht die Gelegenheit, ihn zu erleben. An seine Stelle tritt der Parc Floral "William Farcy", der Gemeindegarten in Offranville, der mit viel Liebe und Begeis-terung angelegt wurde und gepflegt wird.



Das Eremurus-Tal im Jardin Agapanthe
Foto © 2011 Helga Panten

Jardin de Agapanthe in Grigneuseville ist das erste Ziel am Samstagmorgen. Der junge, viel gefragte Gartenarchitekt Alexandre Thomas, hat hier einen Garten angelegt, der ihm als "lebendiges Musterbuch" dient. Gartensituation folgt auf Gartensituation. Thomas spielt mit unterschiedlichen Ebenen, lässt Lavendel in einem Garten-theater die Hauptrolle spielen. Wasser rinnt, sprüht, plätschert. Mal zaubern Palmen mediterranes Flair, mal meint man einen Hauch von Ostasien zu verspüren. Hier bekommt der schmale Durchgang am Haus durch ein Spalier aus Buchsbaumkübeln sein Gesicht. Dort führt eine kleine rund Treppenanlage ins geheimnisvolle Grün. Mit viel Fingerspitzengefühl kombiniert er Farben und Blattformen.


Hereinspaziert ins Lavendeltheater im Jardin Agapanthe
Foto © 2011 Helga Panten

Fast konventionell muten dunkelrote Rosen mit rosa Astrantien, dem Weiß von Ornithogalum thyrsoides, Gillenia und Geranium an. Aber er lässt auch zartrosa und gelbliche Eremurus wie Raketen aus Büschen von rosa und weißen Pfingstrosen schießen, lässt Gräser dazwischen wehen und untermalt mit weißen Hebebüschen. Das dunkle Laub von Sambucus 'Black Lace' korrespondiert mit dem schwarz verfärbten Rand einer riesigen Amphore, deren Schwere zwei mächtige Gräser an ihrer Seite auflösen. "Können die anderen Gärten, die wir noch sehen werden, sich daneben behaupten?" fragten sich die Staudenfreunde. Sie können es!


Gehölzstreifen rahmen die Rasenachsen ein, untermalt von Stauden, die für den Gehölzrand prädestiniert sind
Foto © 2011 Helga Panten

Jardin de Bellevue in Beaumont le Hareng macht seinem Namen alle Ehre. Phantastisch ist der Blick, der vom Herrenhaus in die Landschaft hinein geht. Aber auch die Rasenachsen, die den Garten erschließen, rechtfertigen den Namen. Sie strahlen Ruhe aus und lassen die Staudenfreunde schlendern, schauen und genießen. Eigentlich ist der 6 ha große Garten ein Arboretum, das die Besitzer Martine und Francis Lemonnier geschaffen haben. Eine unglaubliche Sammlung Hortensien hat hier ihren Platz, aber auch die Magnolien beeindrucken, die Schneebälle, Chamaecyparis und vieles andere mehr. Als Gehölzstreifen rahmen sie die Rasenachsen ein, untermalt von all jenen Stauden, die für den Gehölzrand prädestiniert sind. Fingerhut, Persicaria und Geranium dominieren. Farne, Euphorbien und Epimedium mischen sich dazwischen. Bekannt ist der Garten für seine Helleborus-Sammlung und vor allem für seine nationale Sammlung von Meconopsis, die leider nicht mehr in Blüte stehen. Umso schöner präsentieren sich weiße Lilium martagon.


Auf seinem Höhepunkt: Der Gelbe Garten in Clos de Coudray
Foto © 2011 Helga Panten

Eigentlich ist die Schaulust danach bereits gesättigt. Aber mit Clos de Coudray in Etaimpuis wartet noch ein drittes Highlight. Der 3 ha große private Schaugarten gehört zu einer Gärtnerei, die rund 8.000 Arten und Sorten vermehrt. Im Garten wachsen sie in hervorragendem Pflegezustand und perfekter, standortgerechter Verwendung und Kombination. Den Auftakt bildet der Rosengarten mit stattlicher Pergola, gefolgt von Kiesgarten, Wasserlauf und Teichen, Felsenpartien, Waldrandsituationen, weißem Garten, gelbem Garten, Borders in Blau und Rosa, Hortensiengarten, exotischen Gartenpartien mit Baumfarnen und Gunnera. Die Vielfalt der Eindrücke lässt sich kaum noch aufnehmen. So verpasst der eine oder andere einen der Höhepunkte, den Gräsergarten, der seinen Platz ein bisschen versteckt hinter den Pflanzensammlungen hat. Die Gärtnerei selbst mit all ihren Raritäten fordert anschließend noch einmal die volle Konzentration der Staudenfreunde, die schließlich erschöpft, aber beladen mit Schätzen in den Bus zurückkehren.

Hinter dem Herrenhaus gibt ein formaler Garten der Rosenfülle Halt
Foto © 2011 Helga Panten
 
  
Rouen bietet danach zentrales und doch ruhiges Quartier, um frische Kräfte zu schöpfen für den nächsten Tag. Der führt die beiden Gruppen zum Jardin Angelique in Montmain. Den Rosen gehört die Liebe von Madame Lebellegard, der Besitzerin des Privatgartens mit seinem Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. 3.000 von ihnen hat sie zusammengetragen zu einem Garten voller Duft und Farben. Hinter dem Herrenhaus gibt ein formaler Garten mit streng geschnittenen Buchsbaumhecken der Rosenfülle Halt. Weiß und rosa quillt es dort zwischen grünen Wänden hervor, Rittersporn und Pfingstrosen, Astrantien, Storchschnabel und Clematis untermalen oder kontrastieren ihre Farben. Das Zentrum bildet ein kreisrundes Wasserbecken, dessen Form ein ebenso runder Buchsbaumkreis betont.

Auf Fotopirsch im romantischen Gartenteil von Jardin Angelique
Foto © 2011 Helga Panten
 
  
Vor dem Haus löst sich die Strenge in einen eher englisch anmutenden Garten auf. Stauden und Gehölze stehen hier gleichberechtigt neben den Rosen. Die Wege schlängeln sich sanft, Gehölze verhindern den Blick auf noch kommende Partien. Gartenraum folgt auf Gartenraum. Dazwischen ermuntern Brücken und Toren zum Weiterwandern und Entdecken.


Rechtecke aus Buchsbaum rahmen die Staudenbeete vor dem Haus ein.
Foto © 2011 Helga Panten

Als Kontrastprogramm zu den üppigen und romantischen Bildern des Vormittags schließt sich nachmittags der moderne Jardin La Plume in Auzonvile-sur-Ry an. Über ihn sagen die Besitzer Sylvie und Patrick Quibel: „Er ist so geplant und strukturiert, wie wir ihn uns immer wünschten: Leicht und wundersam und gleichzeitig klassisch und zeitgemäß“. Das französische Wort "Plume" bedeutet Feder, Federkleid und so herrschen die fedrigen Gestalten der Gräser vor. Aber auch Veronicastrum, Thalictrum, Wiesenknöpfe spielen in dem fedrigen Konzert mit. Der erste Gartenbereich, den der Besucher hinter der kleinen Gärtnerei durchschreitet, erinnert mit seinen bogig geschnittenen Hecken an aufgestellte Pfauen-, Fasanenfedern oder Hahnenkämme. Unmittelbar dahinter beginnt der 1,5 ha große ehemalige Obstgarten mit Nähe und Weite zu spielen. Die intensiven Gartenpartien rund um das Haus gehen langsam über in die Landschaft. Dabei ist das Rechteck die vorherrschende Form. Rechtecke aus Buchsbaum rahmen die Staudenbeete vor dem Haus ein, setzen die Räume von innen nach außen fort. Feuerfarben herrschen darin: Das knalliges Rot des Mohns, Brennende Liebe, rotgelbe Akelei, gelbe Taglilien, gelbe Nachtkerzen, Fackellilien. Davor breiten sich Rechtecke zwischen breiten, glatt geschorenen Rasenwegen aus. Die Karrees am Rande füllen hohe Gräser wie Panicum und Festuca mairei.


Links: Immer wiederkehrendes Motiv in La Plume: Streng geschnittener Buchsbaum. Rechts: Feuerfarben quellen aus den Buchs-Karrees vor dem Haus
Foto © 2011 Helga Panten

In den Rechtecken im Zentrum mischen sich Akelei, Lythrum, Thalictrum, Veronicastrum und Wiesenknöpfe mit Gräsern zu einer wiesenhaften Szenerie. Die alten Obstbäume ragen dazwischen auf. Mit zunehmender Entfernung vom Haus verschwinden die gezüchteten Stauden in den Karrees und machen wilden Arten Platz bis der Garten schließlich in der Wiese endet. Wie ein Gegenentwurf fügt sich an der Seite der Gemüsegarten an mit seiner bunten Mischung aus Blumen, Kräutern, Gemüse und Buchskugeln.


Weltberühmt: Die Seerosen-Teiche in Monets Garten
Foto © 2011 Helga Panten

Nach all den Gärten, Blüten und Farben bringt am Spätnachmittag eine Führung durch Rouen mit seinen schönen Fachwerkhäusern andere Eindrücke. So lässt sich ein wenig Abstand gewinnen, bevor es am nächsten Tag auf der Rückfahrt noch einmal Garten-Begeisterung pur gibt. Monets Garten in Giverny bildet den würdigen Abschluss der Reise. Die Seerosen blühen bereits in voller Pracht. Rosen und Mohn zeigen zu welchen Farben sie fähig sind und alle Staudenfreunde staunen über die unzähligen Japaner, die durch Garten und Haus streifen. Die Asiaten wissen, Monet ist einer der wichtigsten Vertreter des Japonismus gewesen. Er ließ sich in seiner Arbeit von Japanischen Holzschnitten und Zeichnungen inspirieren, die noch heute die Wände seines Hauses schmücken.

Gesättigt mit Eindrücken und in Gedanken schon beim Einpflanzen der frisch erworbenen Stauden rollen beide Gruppen danach in Richtung Köln und Bonn, wo alle hochzufrieden und wohlbehalten eintreffen.


 
nach oben
© 2005 - 2012 Gesellschaft der Staudenfreunde e.V.