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Das Senkgärten-Projekt in den Rosenterrassen Dortmund
RG Kurpfalz auf der LGS Landau 2015
Tagliliengarten im
Uerdinger Stadtpark
Das Staudenbeet in englischer Tradition im Botanischen Garten
Rombergpark in Dortmund
Staudengarten auf der Insel Mainau
Tagliliengarten im Uerdinger Stadtpark
 
Inmitten des Uerdinger Stadtparks wurde, eingerahmt von großen Gehölzen und weitläufigen Rasenflächen, einer der ersten Tagliliengärten im öffentlichen Raum verwirklicht.
An die 100 verschiedene Taglilien – Wildarten und Sorten – verteilt auf vier Beete, geben einen Gesamtüberblick dieser Pflanzengattung und zeigen die Züchtungsentwicklung der Taglilien über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren.



Der Tagliliengarten am Tag der offiziellen Eröffnung, dem 15.Juli 2013
Foto © 2013 Marc Grotendorst

Die Beete haben folgende Themen:

    - Wildarten und ältere Taglilien (von 1753 – 1991)
    - Taglilien von europäischen Züchtern
    - Taglilien von amerikanischen Züchtern
    - Taglilien des Uerdinger Züchterehepaars Kaiser

Begleitet werden die Taglilienbeete von Flächen- und Solitärstauden, die besonders gut mit den Taglilien harmonieren und einen ganzjährigen, üppigen und farbintensiven Blühaspekt im Garten ermöglichen. Gräser lockern die Pflanzung optisch auf und optimieren den Winteraspekt.

Der Gattungsname Hemerocallis, „Tagesschönheit“, leitet sich aus den griechischen Wörtern „hemera“ = Tag und „kallos“ = Schönheit ab und hängt mit der kurzen Dauer der einzelnen Blüte zusammen.
Jede Blüte blüht nur für einen Tag. Da an einem ausgewachsenen Blütenstiel jedoch dutzende Blütenknospen zu finden sind, fällt dieser Umstand nicht weiter auf.
So kann eine ältere Pflanze pro Saison bis zu 500 Blüten hervorbringen, wobei sich die Blühdauer auf bis zu vier Wochen erstrecken kann.

Durch ihr attraktives grasartiges Laub lassen sich die Taglilien optimal in Beetstaudenpflanzungen integrieren, zumal sie durch den kräftigen Wuchs viele Wildkräuter überwachsen.
Die Taglilie gilt als die „Pflanze des faulen Gärtners“. Sie hat geringe Ansprüche und gedeiht an fast jedem Standort. Je sonniger der Standort, umso mehr Blüten bringt sie hervor.
Um eine optimale Pflanzenauswahl treffen zu können, sollte man folgendes beachten:


    - Ältere Sorten und Wildarten fügen sich gut in den naturnah gestalteten Garten ein. Es muss wegen ihres raschen Wachstums ein ausreichendes Platzangebot zur Verfügung stehen.
    - Landschaftssorten mit größeren, leuchtenden Blüten sind z.B. als Leitstauden in Staudenrabatten oder flächig gepflanzt für Parkanlagen geeignet.
    - Neuere Sorten, deren Blütenränder z.B. stark gewellt sind, pflanzt man in Einzelstellung an Standorten mit guter Wässerung und Düngung
    - „Spidersorten“ kommen besonders gut neben Gräsern zur Geltung
    - Miniatursorten verschönern besonders kleine Beete oder den Vordergrund eines Beetes

Züchtung

Den Taglilien geht eine lange Geschichte voraus. So wurden die Wildarten bereits seit ca. 4.000 Jahren in China kultiviert. Züchterisch verändert wurden die ersten modernen Taglilien - Hybriden im Wesentlichen ab den 1930er Jahren. Der berühmte deutsche Staudenzüchter und Schriftsteller Karl Foerster (*1874; † 1970) schrieb 1969:
„Im Hemerocallis-Reich erschließt sich uns ein ganz neuer Erdteil der Blumenfreude von einer Mannigfaltigkeit jenseits aller unserer Ahnungen.“
Er sollte Recht behalten, denn die Anzahl der Registrierungen steigt bis heute unaufhörlich an.

bis 1900 : 4 Sorten
bis 1910 : 46 Sorten
bis 1920 : 66 Sorten
bis 1930 : 128 Sorten
bis 1940 : 577 Sorten
bis 1950 : 3.284 Sorten
bis 1960 : 8.624 Sorten
bis 1970 : 15.527 Sorten
bis 1980 : 22.827 Sorten
bis 1990 : 33.114 Sorten
bis 2000 : 48.354 Sorten
Juli 2013 : 74.455 Sorten


Foto © 2013 Stadt Krefeld
 
  
Weiterführende Informationen zum Tagliliengarten erhalten Sie beim Fachbereich Grünflächen:

Hr. Dipl. Ing. (FH) Marc Grotendorst
Sachgebietsleiter Grünunterhaltungsbezirk IV
Telefon: 02151 / 155762
e-Mail: Marc.Grotendorst@krefeld.de

Weiterführende Informationen zu Taglilien im Allgemeinen erhalten Sie hier: weiter (Fachgruppe Hemerocallis in der Gesellschaft der Staudenfreunde)

 
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