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Die Vermehrung der Farne
aus dem" Buch der Freilandfarne " von Richard Maatsch 1980
Die Sporenernte
Bei Sortimentspflanzungen von Freilandfarnen besteht immer die Gefahr, dass Sporen durch den Wind auf die Wedel anderer Farne getragen werden, so dass, ohne es zunächst zu bemerken, Fremdsporen
mit geerntet werden. Es ist daher zu empfehlen, die ersten reifen Wedel jeweils zu ernten, um Verunreinigungen durch Fremdsporen möglichst zu vermeiden. Die Sporangien an den unteren Wedeln sind früher reif als die an der Wedelspitze. Kurz vor der Reife stehende Sporangien reifen am geschnittenen Wedel nach.
Man kann die Wedel auch abspülen, um Fremdsporen zu vermeiden. Anschließend müssen die Wedel wieder getrocknet werden !
Die Sporen der verschiedenen Arten reifen sehr unterschiedlich. Als erste sind die Sporen der Osmunda ( Königsfarne) reif. Ab ca. Mitte Mai bis etwa Mitte Juni reifen die Sporen. Es ist besonders auf den Beginn der Reife zu achten. Die Sporen der Osmunda sind grün. Geerntet werden muss daher, wenn die Sporenwedel bräunlich-grün erscheinen. Die Sporen müssen sofort nach der Reife ausgesät werden, da die Keimfähigkeit schnell verloren geht.
Bei Adiantum pedatum und A. venustum reifen die Sporen erst Ende August - Anfang September. Die Sporen dieser beiden Arten werden nur an den ersten Wedeln gebildet. Wurden sie vom Spätfrost zerstört, fällt die Ernte aus.
Polystichum-Arten können ab ca. Ende Juni beerntet werden.
Cystopteris fragilis und Hypolepis beginnen ab Anfang Juli mit der Sporenreife, die meisten Dryopteris und Athyrium Ende August - Anfang September.
Die Sporenwedel sollten in Papiertüten ( Briefumschlägen) getrocknet werden. Nach einigen Tagen kann man sie "ausdreschen" durch leichtes Klopfen mit der Hand. Durch kühle Lagerung in Papiertütchen kann man die Sporen auch längere Zeit aufheben. Frische Sporen keimen jedoch am besten. |
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